Schulleiter sieht "Grundpfeiler etabliert"

Sekundarschule

Die ersten Zeugnisse sind verteilt, das erste Halbjahr ist um. Nach dieser ersten Zäsur zieht Stefan Völlmert, Schulleiter der Sekundarschule Kirchhellen, ein positives Fazit. „Ich glaube, wir sind gut angekommen und unsere Grundpfeiler haben sich etabliert“, sagt er.

Kirchhellen

, 17.02.2016, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stefan Völlmert ist seit über einem halben Jahr Schulleiter der Sekundarschule Kirchhellen.

Stefan Völlmert ist seit über einem halben Jahr Schulleiter der Sekundarschule Kirchhellen.

Die aktuellen Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr geben ihm recht: 114 Kinder wollten die neue Schule besuchen. Platz ist jedoch nur für 75. „Wir mussten vielen absagen, für die unsere Schuler sicher die richtige gewesen wäre“, bedauert Völlmert. Und dennoch freut er sich, dass die Schule so beliebt ist.

Selbstgesteuertes Lernen

Zu den Eckpfeilern des Schulkonzeptes gehört unter anderem das selbstgesteuerte Lernen (SegeL) und der Profilunterricht, bei dem jedes Kind für ein Jahr seinen Schwerpunkt wählen kann. Begeistert ist Völlmert aber vor allem vom Projektunterricht. „Den haben wir erst eng gesteuert und mit dem Beispielprojekt ‚Haustier‘ gezeigt, wie es geht. Mittlerweile haben die Schüler freie Hand bei der Wahl ihrer Themen“, erklärt der Schulleiter. Das klappe sehr gut und viele Schüler seien sehr kreativ.

Lernchecks

Gewöhnungsbedürftig sowohl für Schüler und Eltern, als auch für die Lehrer seien zu Beginn die Lernchecks in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden gewesen, die anstelle von Klassenarbeiten geschrieben werden. „Mittlerweile ist auch das Routine. Die meisten Kinder können sich gut selbst einschätzen und gucken auch nicht ab, weil sie selbst interessiert, was sie dazu gelernt haben“, erzählt Stefan Völlmert. Habe man die Checks früher in separaten Räumlichkeiten schreiben lassen, laufen sie jetzt nebenbei im SegeL-Unterricht. Bei allen Lern- und Lehrkonzepten liegt dem Schulleiter vor allem am Herzen, dass die einzelnen Kinder im Mittelpunkt stehen. So gefallen ihm auch die Lernbegleitgespräche, die den klassischen Elternsprechtag ersetzen. Hierbei schätzen nicht nur die Lehrer ihre Schüler auf einem Bogen ein, sondern auch Eltern ihre Kinder und die Schüler sich selbst. „Das ist sehr spannend und weicht manchmal ganz schön voneinander ab. Schön ist, dass die Kinder dabei zu Wort kommen“, so Völlmert.

Elf Lehrer

Aus elf Lehrern besteht mittlerweile das Kollegium. Adelina Fernandes wurde erst kürzlich offiziell zur Konrektorin ernannt. Für das kommende Schuljahr ist Völlmert noch auf der Suche nach sieben bis acht neuen Lehrern. „Dringend suchen wir eine Lehrkraft für Französisch, aber das könnte schwierig werden“, erklärt der Schulleiter. In den Pavillons an der Gregorstraße fühlt er sich mehr als wohl. So wohl, dass er eigentlich gar nicht mehr weg möchte: „Hier ist man für sich und wir haben noch sehr viele Räume, die wir extra nutzen können.“ Doch mit dieser Gemütlichkeit wird es nach den Sommerferien vorbei sein. Dann wird der Platz knapper und im dritten Jahr werden noch weitere Pavillons den erhöhten Platzbedarf kompensieren müssen. Auf den Neubau an der Hauptschule (wir berichteten) freut sich Stefan Völlmert zwar, aber „mir graut etwas vor der Größe. Hier gucke ich den Flur entlang und habe alles im Blick.“

Doch bis der Umzug vor der Tür steht, ist noch etwas Zeit. Zeit, die Völlmert und seine Kollegen nutzen wollen, um schulinterne Lehrpläne und ein richtiges Schulprogramm zu verfassen. 

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