Die Stadt Bottrop plant, das kostenfreie Parken in der Innenstadt zu verlängern. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Parkgebühren

Stadt Bottrop möchte kostenloses Parken in der Innenstadt verlängern

Angesichts der anhaltend schwierigen Situation für den Handel schlägt die Stadt Bottrop vor, weiterhin keine Parkgebühren in der Innenstadt zu erheben. Auch andere Maßnahmen sind geplant.

Die Geschäfte in der Bottroper Innenstadt leiden unter der Corona-Pandemie. Die Stadt hatte daher im August beschlossen, bis Ende des Jahres an den Parkscheinautomaten keine Gebühren zu erhaben. Jetzt schlägt sie vor, diese Maßnahmen zu verlängern.

Angeregt wurde die Fortsetzung von der SPD-Ratsfraktion. Das Amt für Wirtschaftsförderung und Standortmanagement bestätigt: „Im Zuge der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen (…) steht die lokale Wirtschaft und insbesondere die Innenstadt unter einem enormen wirtschaftlichen Druck.“ So sei beispielsweise im Textilbereich der Umsatz in der Emscher-Lippe-Region um 40 Prozent gesunken.

Gleichzeitig hätten die im August beschlossenen Maßnahmen Wirkung gezeigt. Zählungen der Besucher in der Innenstadt hätten ergeben, dass sich die Erholung nach der Wiederöffnung der Geschäfte auch nach August weiter stabilisiert hätte und die Innenstadt hinsichtlich der Besucherzahl „gut durch die Pandemie“ gekommen sei. Diese These hätten die Händler in der Bottroper Innenstadt in Gesprächen bestätigt.

Stadt Bottrop empfiehlt, Maßnahmen zu verlängern

Daraus folgerte das zuständige Amt: „Um diese mit Blick auf die allgemein schwierige Situation relativ stabile Lage zu halten, empfiehlt die Verwaltung die Verlängerung des Verzichts auf Parkgebühren bis zum 30. April 2021.“ Weiterhin soll der Verzicht auf Parkgebühren für alle Wochentage gelten, aber zeitlich beschränkt werden. Auch das Parken im Parkhaus an der Schützenstraße bleibt für drei Stunden weiterhin kostenfrei.

Der Stadt würden dadurch rund 250.000 Euro an Einnahmen verloren gehen. Die Verwaltung empfiehlt außerdem, auch die kostenlose Nutzung der Radstation an allen Tagen bis Ende April zu verlängern. Dadurch entstünden der Stadt Kosten von rund 5.000 Euro, da sie die Einnahmeausfälle des Betreibers (PIA-Stadtdienste) übernehmen würde. Das Amt für Wirtschaftsförderung hält das Vorgehen angesichts der wirtschaftlichen Situation für vertretbar. Es mahnt jedoch auch, dass eine dauerhafte Förderung des Autoverkehrs den Klimaschutzzielen der Stadt widerspreche.

Situation soll im Frühjahr noch einmal neu bewertet werden

Im Frühjahr soll die Situation erneut bewertet werden. Da der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss erst im Februar wieder tagt, soll der Beschluss als Dringlichkeitsentscheidung getroffen werden. Das Wirtschaftsförderungsamt prüft zudem gemeinsam mit dem Tiefbauamt die Einführung eines Münzsystems, um das Parken auch über die Corona-Pandemie hinaus für Kunden der Innenstadt vergünstigt anbieten zu können.

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Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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