TSV Feldhausen hat seinen Sportplatz gerettet

Intensive Jugendarbeit

Passend zum diesjährigen 50. Geburtstag kann der TSV Feldhausen mit stolzgeschwellter Brust verkünden: „Unser Sportplatz ist gerettet!“ Drei Jahre hing die drohende Schließung wie ein Damoklesschwert über dem Verein, jetzt können Sportler, Trainer und Sponsoren aufatmen.

Kirchhellen-Feldhausen

, 13.01.2016, 17:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Damit gerechnet hätten wir nicht. Wir haben hart gearbeitet und wurden belohnt. Als klar war, dass wir es geschafft haben, hatte ich Tränen in den Augen“, sagt Jugendleiterin Sonja Dieckmann. Gemeinsam mit ihrem Mann Heiner, sportlicher Leiter der Jugend und Trainer der ersten und zweiten Mannschaft, hatten sie vor drei Jahren den Kampf gegen die Schließung des Platzes an der Marienstraße aufgenommen. Damals hatte die Stadt verkündet, dass der Platz aufgrund umfangreicher Sparmaßnahmen bald Geschichte sein könnte, wenn man nicht eine Jugendabteilung aufbauen und somit die Belegung des Platzes steigern würde. Damals trainierten lediglich zwei Seniorenmannschaften an der Marienstraße.

Fünf Jugendmannschaften

„Das war der Weckruf. Dann sind wir angefangen, eine Jugendabteilung aufzubauen“, erzählt Heiner Dieckmann. Inzwischen trainieren fünf Jugendmannschaften (F-, E-, C-, B- und C-Jugend Mädchen) in Feldhausen. Die harte Arbeit und das hohe Engagement wurden jetzt auf der Weihnachtsfeier des Vereins belohnt. Dort verkündete der Bundestagsabgeordnete Michael Gerdes die Rettung des Platzes. „Laut einer Untersuchung im Auftrag der Stadt sind wir einer der zwei Vereine in Bottrop mit dem höchsten Zuwachs“, sagt Heiner Dieckmann nicht ohne Stolz. Lob gab es auch von Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder und Oberbürgermeister Bernd Tischler.

Kinder kommen aus der Umgebung

„Inzwischen kommen Kinder und Jugendliche aus Gladbeck-Zweckel, aus Dorsten und aus Kirchhellen zu uns“, freut sich Sonja Dieckmann. Sie und ihr Mann erklären sich das vor allem damit, dass sie beim Training nicht die Leistung in den Vordergrund stellen, sondern den Spaß am Spielen. Wichtig sei die Gemeinschaft, so die beiden. Daher gibt es beim TSV auch viele Aktionen außerhalb des Fußballs, egal ob Planwagenfahrten, kegeln oder Filmabende. Insgesamt geht es sehr familiär zu: „Wenn Spieler mal nicht zum Platz kommen können, holen wir sie auch mal von zu Hause ab, oder bringen sie nach einem späten Training zurück“, so Heiner Dieckmann.  

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