Nach der Zeugnisvergabe wurde ein Gruppenfoto gemacht. Dabei mussten die Schüler Abstand halten. Eine Drohne fing das Bild von oben ein. © Julian Schäpertöns
Abitur 2020

Vestisches Gymnasium feiert Abitur mit Maske und Abstand

Ihre Abschlussfeier hatten sich die Abiturienten des Vestischen Gymnasiums ganz anders vorgestellt. Doch wegen Corona wurde die Zeugnisvergabe am Samstag nur im kleinen Rahmen durchgeführt

Die Zeugnisvergabe fand ohne Eltern, Geschwister oder Lehrer statt. Und auch auf eine große Party am Abend musste in diesem Jahr verzichtet werden.

Eine lange Zitterpartie liegt hinter dem Abijahrgang 2020 des Vestischen Gymnasiums Kirchhellen. Nicht nur die Frage nach dem Ergebnis der Abiturprüfungen, sondern auch ob und wenn ja wie gefeiert werden darf, beschäftigte Schüler, Lehrer und Eltern.

Die Stühle wurden mit genügend Abstand zueinander aufgebaut. Auf ihren Plätzen durften die Abiturienten ihre Masken absetzen.
Die Stühle wurden mit genügend Abstand zueinander aufgebaut. Auf ihren Plätzen durften die Abiturienten ihre Masken absetzen. © Julian Schäpertöns © Julian Schäpertöns

Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die letzten Schulwochen ganz anders aussahen als ursprünglich gedacht. Der Unterricht wurde zwei Wochen eher als geplant beendet. Keine Mottowoche, kein Chaostag. Selbst, ob die Prüfungen stattfinden, war im März noch nicht absehbar.

Lobende Worte vom Schulleiter

„Ihr habt in der Corona-Situation eindrücklich gezeigt, dass ihr Euch in der augenblicklichen Situation der Ungewissheit orientieren könnt. Ihr habt Euch nicht verunsichern lassen, eure Abiturprüfung ohne Pannen durchlaufen und Euch gemeinsam bis zum Schluss unterstützt“, lobte Guido von Saint George, kommissarischer Schulleiter des VGK.

Zumindest im kleinen Rahmen konnte am Samstag eine Abifeier durchgeführt werden – allerdings nur für die 70 Schüler. Eltern, Geschwister oder Lehrer durften nicht dabei sein. „Dabei waren es gerade Eure Eltern, die Euch im Hintergrund unterstützt und mitgefiebert haben. Ihre Elternliebe hat Euch gestützt und getröstet, aber sicherlich auch zu Recht von Euch Pflichten eingefordert“, so Guido von Saint George in seiner Rede.

Zweimal die Bestnote von 1,0

Mit reichlich Abstand saßen die 70 Abiturienten in der Turnhalle und warteten gespannt auf die Zeugnisverleihung. Nacheinander wurden sie aufgerufen und durften mit Maske ihr Zeugnis abholen. Ein Drittel der Schüler konnte sich dabei über eine 1 vor dem Komma freuen. Mit einer Traumnote von 1,0 gehörten Shelan Rassoul und Johannes Vethacke zu den Jahrgangsbesten. Der Notendurchschnitt lag bei 2,33.

Die Stufensprecher Julia Seippel und Nils Niewerth blickten in ihrer Rede auf die vergangenen Jahre zurück.
Die Stufensprecher Julia Seippel und Nils Niewerth blickten in ihrer Rede auf die vergangenen Jahre zurück. © Julian Schäpertöns © Julian Schäpertöns

Bei ihren Reden blickten die Jahrgangsstufensprecher Julia Seippel und Nils Niewerth auf die vergangenen Jahre zurück. „Ganze acht Jahre voller Höhen und Tiefen, Freude und Stress, Spaß und Langeweile und ganz nebenbei haben wir zahlreiche schöne Erfahrungen und Erinnerungen gesammelt, von denen wir einige unser Leben lang nicht vergessen werden“, fasste Julia Seippel die Zeit zusammen.

Zum Schluss gab es noch Videogrüße von den Lehrern, die an diesem Tag gerne dabei gewesen wären. Dabei sorgte Musiklehrer Guido Montag für einen emotionalen Gänsehaut-Moment, als er am Klavier das Stück „Imagine“ von John Lennon anstimmte.

Feier soll nachgeholt werden

Auf den heiß ersehnten Abiball im Brauhaus musste an diesem Tag leider verzichtet werden. Nach der Zeugnisvergabe und einem Gruppenfoto mit Abstand auf dem Schulhof trennten sich die Wege. Geplant ist es aber die Feier nachzuholen, sobald es die Lage zulässt.

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Ich bin in Dorsten aufgewachsen und lebe seit einigen Jahren in Kirchhellen. Die Region kenne ich also von klein auf. Trotzdem entdecke ich durch meine Tätigkeit als Journalist immer wieder neues. Die lokale Berichterstattung finde ich spannend, weil ich dadurch viele nette Menschen kennenlernen darf und immer mitten im Geschehen bin. Als Fotograf ist mir dabei wichtig, meine Geschichten auch immer visuell ansprechend zu gestalten.
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