Der VfB Kirchhellen hat seit Mitte Oktober kein Spiel mehr gespielt. Mit Lauftraining versuchen sich die Spieler privat fit zu halten. © Julian Schäpertöns
Fußball

VfB Kirchhellen: Unterbrechung kam zu sportlich ungünstigem Zeitpunkt

Der VfB Kirchhellen hat schon seit Mitte Oktober nicht mehr gespielt. Aus sportlicher Sicht kommt die Unterbrechung zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Der VfB Kirchhellen hat seit dem Sommer eine Menge durchmachen müssen. Der Bezirksligist wurde in eine neue Gruppe eingeteilt, das Formbarometer zeigte viele Schwankungen und Marc Wischerhoff hat sein Team seit Mitte Oktober nicht mehr spielen sehen.

Für die VfB-Kicker begann die Corona-Pause schon etwas eher als für den Rest der Liga. Schon die Begegnung am 18. Oktober in Hüls wurde abgesagt, weil es bei den Marlern einen Corona-Fall gab. Das Match gegen Westfalia Gelsenkirchen fiel dann aus, weil es im Wischerhoff-Team einen positiven Test gab und die Elf in Quarantäne musste.

„Wir waren gerade gut in Form“

„Aus sportlicher Sicht kamen die Ausfälle und die Unterbrechung zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt, denn wir waren gerade gut in Form“, sagt Marc Wischerhoff. Der VfB hatte nach dem 4:3 in Stuckenbusch und dem 4:1 gegen Hassel einen Sprung ins Mittelfeld gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatte dann die Mannschaft wohl endlich verstanden, wie in dieser Bezirksliga-Gruppe Fußball gespielt wird.

Lange Zeit war der Trainer mit der Leistung seiner Kicker alles andere als einverstanden: „Wir haben viel zu naiv gespielt, und kassierten etliche Gegentore, weil wir nicht bei der Sache waren.“ Das begann schon in der Vorbereitung, in der der Bezirksligist viele Treffer kassierte, und auch in den ersten beiden Punktspielen musste man jeweils vier Gegentore hinnehmen.

Das 4:1 über Genclikspor Recklinghausen war der erste Lichtblick. Allerdings folgte ein 2:7-Pokalfiasko in Bulmke, bei dem Wischerhoff zu sehr der zweiten Reihe vertraute. Das anschließende 0:4 beim Spitzenreiter Dülmen machte Wischerhoff aber schon wieder Mut: „Auch wenn es das Ergebnis anders vermuten lässt, haben wir dort gut gespielt.“ Die kommenden Siege gegen Stuckenbusch und Zweckel vor der Pause sollten ihm Recht geben. Mit neun Punkten nach sechs Spielen finden sich die Kirchhellener nun auf dem neunten Platz wieder – der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt vier Punkte.

Kunstrasen VfB Kirchhellen
Momentan wird hier nicht trainiert. Der VfB Kirchhellen hofft aber, ab Mitte Januar wieder loslegen zu können. © Manuela Hollstegge (A) © Manuela Hollstegge (A)

Verständlich, dass Wischerhoff gerne weitergespielt hätte, doch natürlich sieht er auch die Notwendigkeit der Unterbrechung: „Wir hatten ja selber einen Coronafall, sodass man nicht überzeugt zu werden brauchte.“

Seine Mannschaft hält sich mit Lauftraining fit. Sie übermitteln ihre Daten per App an den Trainer: „Wir haben ein Ranking erstellt, wer die längste Strecke läuft oder die größte Durchschnittsgeschwindigkeit hat. Die Letztplatzierten bekommen eine Strafarbeit, müssen die nächste Weihnachtsfeier ausrichten oder nach dem nächsten Spiel das Bier holen.“

VfB Kirchhellen hofft, Mitte Januar wieder trainieren zu können

Momentan haben der Trainer und seine Mannschaft auch noch einen Termin vor Augen: „Wir hoffen, dass wir ab Mitte Januar wieder trainieren, selbst wenn wir danach nicht duschen dürfen oder andere Restriktionen gelten. Anschließend könnte man auch wieder mit den Punktspielen beginnen.“

Allerdings glaubt Wischerhoff nicht, dass die Saison reibungslos verlaufen wird. Er rechnet mit Ausfällen wegen weiterer Infektionen, aber auch das Wetter könnte einen Strich durch die Rechnung machen: „Wie werden wohl keine 24 Spiele mehr bestreiten. Vielmehr rechne ich damit, dass wir nach der 50%-Regel spielen und nur die Hin-Serie gezählt wird.“ Die Ziele für die Zeit nach dem Neustart hat der Trainer auch schon vor Augen: „Wir sind jetzt Neunter. Wenn wir am Ende weiter auf einem guten Mittelplatz stehen, dann bin ich zufrieden.“

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