Die Tafel im Kreis Unna stellt mit dem am 16. Dezember beginnenden Lockdown ihren Betrieb bis zum 10. Januar ein; die Ausgabestellen bleiben geschlossen. © Udo Hennes/Archiv
Coronavirus

Tafel im Kreis Unna wehrt sich gegen Beschimpfungen

Die Tafel im Kreis Unna schließt ab Mittwoch ihre Ausgabestellen. Dafür wird sie gerade teilweise massiv beschimpft. Dabei gibt es keine Alternative, wie der Verein klarstellt.

Seitdem bekannt ist, dass die Tafel im Kreis Unna ihre Ausgabestellen ab Mittwoch, 16. Dezember, bis 10. Januar schließen wird, sieht sie sich massiven Vorwürfen ausgesetzt. Der Vorstand reagiert jetzt auf diese Vorwürfe und erklärt einmal mehr, wieso eine Ausgabe nicht mehr möglich ist.

„Wir werden mit heftiger Kritik konfrontiert, wir ließen die Ärmsten der Armen im Stich. Nein, wir lassen niemanden im Stich, aber wir haben unsere Möglichkeiten, die Infektionsrisiken für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zu vermeiden, ausgeschöpft“, schreibt die Vorsitzende der Tafel, Ulrike Trümper, in einer Mitteilung am Dienstag.

Die meisten Mitarbeiter des ehrenamtlich arbeitenden Vereins zählten aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe und bewegten sich bei der Abholung der Lebensmittel sowie der Ausgabe immer wieder in Situationen, die nicht durch die geltenden Hygieneregeln entschärft werden könnten.

Die Tafel hätte ohnehin vom 18. Dezember bis zum 5. Januar geschlossen. Nun werde es durch den Lockdown einige Tage mehr und es stimme sie traurig, dass „wir dafür Kritik und Beschimpfungen hinnehmen müssen“, sagt Trümper. Bereits im Frühjahr war die Tafel massiven Vorwürfen ausgesetzt gewesen, als sie die Ausgabestellen ebenfalls schloss.

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Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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