Mutter (Emily Blunt, r.) ist mit ihrer Tochter (Millicent Simmonds) im Wald. © Photo Credit: Jonny Cournoyer
Kino

„A Quiet Place 2“: Kein Mucks – oder diese Biester tauchen auf!

Im Kino startet „A Quiet Place 2“. Ein Horrordrama um Aliens mit Supergehör.

Mit Fortsetzungsfilmen ist es so eine Sache: Mal werden ausgereizte Stoffe gestreckt und aufgeblasen oder der Status Quo des Erstlings wird nur verwaltet. John Krasinski, Regisseur von „A Quiet Place 2“, findet genau die richtige Mischung zwischen Innovation und Bewährtem, wenn er seinen Kinohit von 2018 in die Verlängerung schickt.

Familie auf Erkundung

Das Szenario einer Welt nach der Apokalypse ist geblieben. Aliens haben die Menschheit dezimiert und die Überlebenden zu einem Leben in absoluter Stille verdammt. Die Biester aus dem All sind blind, doch ihr Gehör ist so hoch entwickelt, dass jedes Geräusch sie alarmiert.

Der erste Film zeigte, wie die Abbotts sich mit der Gefahr arrangiert hatten. In Teil zwei verlassen Mutter (Emily Blunt), Sohn (Noah Jupe) und Tochter (Millicent Simmonds) ihr Refugium und erkunden, was von der Zivilisation übrig ist. Ach ja, ein Säugling gehört nun auch zur Familie.

Ein Prolog führt uns zu Tag eins der Alien-Invasion. Wir erleben Chaos, Panik, sehen den Feind, erfahren vom Tod des Vaters. Ein Sprung zu Tag 474: Das Quartett schlägt sich durch Wald und Flur und verlassene Siedlungen. Dort zwitschern idyllisch die Vögel, nicht weit verrotten gruselig die Toten. Typisch Endzeit- und Horror-Sujet.

Wenig Lärm, viel Nervenkitzel

Außergewöhnlich an den „Quiet Place“-Filmen ist die Rolle des Tons, des elaborierten Sounddesigns. Es gibt Abstufungen von Stille, die entspannt sein kann oder ein gespanntes Lauern in sich trägt. In die natürliche Lautkulisse können Geräusche platzen, die sofort das Adrenalin wecken.

Die Welt der Töne ist fein orchestriert und wesentlicher Teil der Spannungsmache: ganz anders als die grobmotorischen Soundeffekte vieler Horrorstreifen. Wenn das Baby quengelt, liegen beim Zuschauer die Nerven blank.

Und es gibt das subjektive Hören (eher Nichthören) aus Perspektive der taubstummen Tochter, sehr eindrücklich. Bestes Handwerk, prima Darsteller, passable Monstereffekte. Und ein akustisches Konzept, das trägt. Gut so.

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Kultur-Redaktion
Wie sagte "Mr. Chance": Ich gucke gern!
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