Wenn er Antworten will, macht er Druck: Patrick (Jason Statham) fackelt nicht lang. © Metro-Goldwyn-Mayer/Studiocanal
Kino

In „Cash Truck“ schreitet Jason Statham als Mister Pokerface kühl zur Abrechnung

Guy Ritchies „Cash Truck“ ist eine knallharte „Party“ für Jason Statham. Rictchies bekannter Humor kommt dabei zwar zu kurz - die Action aber nicht. Der Film läuft ab den 29. Juli im Kino.

Stimmt schon: Als Gesichts-Stoiker ist Jason Statham eine Marke für sich. Gefühl sieht man fast nie in seiner Miene, allenfalls spiegelt sich mal physischer Schmerz. Aber nur kurz, bevor der zähe Hund in seinem Kino-Ego wieder das Kommando übernimmt.

Statham übernimmt in „Cash Truck“ den Job eines Kurierfahrers

Das Actionfach ist der angestammte Tummelplatz für Nullinger-Mimen wie Statham, dort wirkt Gefühlsduselei ohnehin störend. Mit seinem Film „Cash Truck“ schmeißt Stathams alter Weggefährte Guy Ritchie jetzt für den Mann mit dem Pokerface eine Party: randvoll mit coolen Auftritten wie für ihn geschrieben – obwohl Ritchie bloß die Story eines französischen Films nach L.A. verlegte.

„Cash Trucks“, das sind die gepanzerten Transporter, mit denen Kurierfahrer wie Patrick (Jason Statham) große Summen Bares von Banken und Geschäften abholen. Wie gefährlich das ist, lernen wir in den ersten Minuten. Da stoppen Ganoven einen Truck, erschießen Fahrer und Unbeteiligte und verschwinden mit dem Geld. Den Überfall gibt es später noch aus anderer Perspektive zu sehen, als längere Rückblenden, die Räuber und das Motiv eines Rächers vorstellen.

Statham wird in „Cash Truck“ zur Legende hochgejazzt

Der Rachedurstige wird natürlich von Stathman verkörpert. Seine Kollegen haben ja geahnt, dass der Bursche etwas im Schilde führt. Er ist zu gut für den Job. Wo andere zittern, schießt der Neue zurück, bis die Gangster in ihrem Blut liegen.

„Cash Truck“ ist einer dieser Filme, die ihren Helden zur Legende hochjazzen: Statham ist der harte Knochen, der im dicksten Bleihagel kühlen Kopf bewahrt.

Räuber türmen, wenn er sein Gesicht zeigt. Er foltert, um Antworten zu kriegen. Er hat den heiligen Zorn, der ihn von den Toten auferstehen lässt. Grabdunkel grummeln die Bässe, wenn er die meuchelt, die es verdienen. Viele bleiben auf der Strecke, leider auch der Witz, der sonst Guy Ritchies Markenzeichen ist. Todernste Action für große Jungs.

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Kultur-Redaktion
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