Reiten zusammen: Idris Elba als Harp and Caleb McLaughlin als sein Sohn Cole. © Netflix
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In „Concrete Cowboy“ bei Netflix sitzt Idris Elba hoch zu Ross

Oft spielt Idris Elba den eleganten Typen aus der Glitzer-Metropole. Ganz anders der Idris Elba in Ricky Staubs Langfilmdebüt „Concrete Cowboy“, das bei Netflix zu sehen ist.

Hier trägt der Star Cowboyhut und Schmuddel-Klamotten und bewohnt eine Bruchbude, von der man wahrlich sagen kann, dort stehe ein Pferd auf dem Flur. Dass dieser Harp nicht nach Armani, sondern nach Gaul und Stall müffelt, scheint sicher.

„Concrete“, also „Beton-Cowboy“ zeigt ein Milieu, von dem die Welt nicht wusste, dass es existiert – afroamerikanische Pferdenarren in Philadelphia, quasi die letzten Erben des Wilden Westens.

Stolz auf das letzte Stück Freiheit

Am Rand der Stadt halten sie Reittiere, sie hocken am Lagerfeuer, erzählen Western-Latein und sind stolz auf ihre Tradition und das letzte bisschen Freiheit im Sattel. Die Reiter aus der Fletcher Street gibt es wirklich, in Nebenrollen spielen sie sich selbst.

Harps Sohn Cole (Caleb McLaughlin) weiß nicht, ob er lachen oder weinen soll, als er Papas Zuhause sieht. In Detroit flog der 16-Jährige von der Schule, gegen seinen Wunsch hat die Mutter ihn beim Vater abgeladen.

Trotzkopf will nur weg aus Philadelpia

Der Trotzkopf will nur weg aus „Philly“, aber Harp lässt ihn auflaufen. Erzählt wird die Geschichte einer Selbstfindung. Als „Coming Of Age“-Dramolett ist der Film vorhersehbar. Cole zieht mit einem Dealer los, Drogen, leichtes Geld und schiefe Bahn sind eins. Was ihn rettet, ist der Rückhalt in der Cowboy-Community.

Der Junge verdient sich seinen Hut, die Zähmung eines Pferdes wird Coles Initiations-Ritus. Trotz plakativer Symbolik kann der Film gefallen. Weil auch ein erdiger Idris Elba überzeugt und die urbanen Cowboys authentisch rüberkommen.

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Kultur-Redaktion
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