Sollen sie nur kommen, Shang-Chi (Simu Liu) ist bereit und wird all seine Kampfkunst aufbieten. © Marvel Studios
Kino

„Shang-Chi und die Legende der zehn Ringe“ umarmt Chinas Kinomarkt

Mit „Shang-Chi und die Legende der zehn Ringe“ erweitert Marvel seinen Comic-Kosmos in Richtung China. Disney zielt auf den asiatischen Kinomarkt. Der Film ist natürlich auch in Deutschland zu sehen.

Der neue Marvel-Streifen „Shang-Chi und die Legende der zehn Ringe“ steht für einen Trend: Mehr denn je umarmt Hollywood Chinas riesigen Kinomarkt, der in der Pandemie der erste war, der wieder brummte.

Der Cast von besteht fast ausschließlich aus Chinesen

Schon früher haben Amerikaner sich in Asien bedient, als sie die Kampfkunst des Hongkong-Kinos in ihre Filme integrierten. Jackie Chan oder Chow Yun-fat drehten in den USA. Regisseur John Woo erfrischte das Action-Genre mit einer stilprägenden Dynamik, wie sie noch in den „Matrix“-Filmen und bei „John Wick“ zu sehen ist.

Es gibt kaum eine Hollywood-Produktion, die heute nicht einen Asiaten prominent im Cast hat. Oder gleich nur Asiaten, wie Marvels „Shang-Chi“. Okay, Ben Kingsley ist dabei, doch nur in einer kleinen Nebenrolle wie zwei, drei andere „Langnasen“ auch.

Marvel-Held Shang-Shi ist mehr als nur ein Angestellter

Sonst aber sind die Chinesen unter sich. Simu Liu spielt den Titelhelden Shang, der in San Francisco lebt, sich Shaun nennt und beruflich Autos von Hotelgästen parkt. Die hinreißend freche Awkwafina ist als Shangs Kollegin und gute Freundin Katy besetzt.

In Marvels Helden steckt mehr als ein kleiner Angestellter: Shang ist ein Kampfsport-Ass, wie eine superb choreografierte Klopperei im Bus zeigt. Ausgebildet hat ihn sein Vater, ein Mann, der durch die Magie der zehn Armreife unsterblich und heimlicher Herrscher der Welt ist.

Erst im Abspann wird der Bezug zum Marvel-Universum aufgelöst

Das typische Comic-Setting tauscht der Film gegen ein Fantasy-Abenteuer mit Fabelwesen und Drachen. Die schlagen im Finale eine Schlacht, die nach einer chinesischen Godzilla-Variation aussieht. Die Story samt Mythen-Raunen und Familien-Geschwätz ist hemdsärmelig motiviert, spielt aber unterhaltsam auf der Klaviatur des Spektakel-Kinos.

Allerdings rätselt man, was das mit den Avengers zu tun hat? Ah – im Abspann begrüßen zwei aus der Marvel-Truppe Shang als neues Mitglied. Soll heißen: Hallo China, hallo Kinogänger! Willkommen im Club, wir rechnen mit Euch!

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Kultur-Redaktion
Wie sagte "Mr. Chance": Ich gucke gern!
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