Buchkritik

Tom Saller: „Wenn Martha tanzt“

Einen lesenswerten Debütroman hat Tom Saller mit „Wenn Martha tanzt“ verfasst. Die im Titel erwähnte Martha war eine eigenwillige junge Frau, die von Pommern für einige Jahre an das Bauhaus nach Weimar ging, bevor sie, ein Kind hinterlassend, verschwand.

Dieses Kind wiederum ist die Oma vom Ich-Erzähler. Er reist nach New York, dort soll das Tagebuch seiner Urgroßmutter versteigert werden. Denn darin befinden sich Zeichnungen von den Bauhaus-Größen wie Itten, Kandinsky und Paul Klee.

Eingebettet in den New-York-Aufenthalt, der mit einer Überraschung für den Ich-Erzähler und natürlich auch den Leser endet, sind ausführliche Rückblicke, die über das Leben von Martha und ihrem Kind Auskunft geben.

Es ist weniger die Geschichte, die fasziniert, als vielmehr der poetisch-lakonische Grundton, in dem Tom Saller seinen Erstling verfasst hat. Auf weitere Werke des Autors darf man gespannt sein.

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