Dritte Impfdosis

Corona-Impfung: Für wen ist eine Auffrischung sinnvoll?

Erfahren Sie, wie Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem dank einer weiteren Impfung besser gegen das Coronavirus geschützt werden können.
Gerade mit Blick auf den bevorstehenden Herbst fragen sich viele: Für wen ist eine Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 sinnvoll? © Daniel Karmann/dpa

Menschen aus Risikogruppen sollten aus Sicht von Fachleuten die ab September flächendeckend geplanten Angebote für Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus wahrnehmen.

Für welche Gruppen ist die Auffrischung zu empfehlen?

„Die Auffrischungsimpfung bei älteren Menschen ist sehr sinnvoll. Gerade die über 80-Jährigen sowie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem – zum Beispiel Rheuma- oder Dialysepatienten – haben eine deutlich schlechtere Immunantwort im Vergleich zu jüngeren Menschen“, sagt Anja Kwetkar.

Sie ist Direktorin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der Arbeitsgruppe Impfen der deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).

„Diese Abwehrkräfte können durch die zusätzliche Impfung gestärkt werden. Das sind unsere Erfahrungen auch bei anderen Impfungen“, so die Expertin.

Guter Schutz für Herbst und Winter

Da viele Ältere, Immungeschwächte und Menschen mit Vorerkrankungen am Anfang dieses Jahres als erste geimpft wurden, sei es wichtig, dass man bei ihnen jetzt auffrischt, erklärt der Immunologe Prof. Carsten Watzl. Gerade angesichts steigender Infektionszahlen sollten diese Risikogruppen für den Herbst und Winter gut geschützt sein.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Auffrischungsimpfung?

Auch der Virologe Prof. Christian Drosten von der Berliner Charité hatte sich zuletzt zu Auffrischungsimpfungen geäußert: Bei alten Menschen sowie bestimmten Risikopatienten hält er eine Auffrischungsimpfung in diesem Herbst durchaus für sinnvoll.

Für die meisten sei das in diesem Herbst aber unnötig. Die konkrete Umsetzung für Auffrischungsimpfungen obliegt den Bundesländern. Voraussetzung ist, dass die letzte Impfung in der Regel mindestens sechs Monate zurückliegen sollte.

dpa

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