Kolumne

Heute schon gelacht?

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um das Sprichwort „Lachen ist die beste Medizin“. Denn da ist durchaus etwas Wahres dran.
Leben-Redakteur Marc Bracht lacht gern. Gut so, denn das Lachen hat bewirkt viel Positives im menschlichen Körper. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Geht ein Cowboy zum Friseur. Als er rauskommt, Pony weg! Als Kind habe ich Witzebücher geliebt. Ich konnte stundenlang darin lesen und lauthals über den Inhalt lachen. Nur zu gern habe ich dann auch meine Favoriten an Familienfeiern oder in der Schule zum Besten gebeten. Ich habe einfach gemerkt, wie gut es tut, zu lachen. Und wollte diese Erkenntnis mit den anderen teilen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Lachen ist die beste Medizin

Mit meiner Feststellung stehe ich im Übrigen nicht allein da. Auch die Forschung ist davon überzeugt, dass das alte Sprichwort „Lachen ist die beste Medizin“ einen gewissen Wahrheitsgehalt hat – sucht aber noch nach konkreten Belegen. „Es gibt zwar durchaus Hinweise auf zahlreiche positive Wirkungen. Wirklich gut belegt sind aber die wenigsten“, sagt Barbara Wild, Chefärztin der Fliedner-Klinik in Stuttgart, in der „Apotheken Umschau“.

Die Ärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie befasst sich seit einigen Jahren mit dem Thema Humor in der Medizin. Wild weiß: In Wahrheit sind die Dinge dann doch etwas komplexer. Das liegt zum einen daran, dass die Humorforschung noch recht jung ist. Zum anderen daran, das es schwierig ist, genaue Messungen anzustellen.

Warum ist Lachen ist gesund?

Trotzdem lassen die Humorforscher nicht locker. „Noch vor wenigen Jahren galten Humorforscher als Exoten, aber langsam kommt das Thema in der Praxis an“, sagt die Professorin. Und es gibt tatsächlich einige Studien, welche die Annahmen belegen können.

So hat der Chirurg Winfried Barthlen in einer Pilotstudie bei 31 Kindern den Oxytocin-Spiegel im Speichel messen lassen. Das ist ein Hormon, das Vertrauen steigern und Ängste abbauen soll. Das Ergebnis: Bei den Kindern, die vor der Messung mit einem Klinikclown gespielt haben, war der Oxytocin-Spiegel um bis zu 30 Prozent erhöht.

Der Züricher Forscher Willibald Ruch hat untersucht, ob sich Humor in der Schmerztherapie als Therapeutikum eignet. Er konnte feststellen, dass die Probanden seiner Testreihe länger im Eiswasser aushielten, die sich vorher einen Mr.-Bean-Film angeschaut hatten.

Lachen Sie mal wieder

Auch ohne ein finales Fazit der Humorforschung kann ich sagen, Humor ist wichtig, Lachen ist gesund. Und ich denke, Sie sind auch davon überzeugt. Jeder hat schon mal beim Losprusten festgestellt, dass Stress und Alltagssorgen plötzlich wie weggeblasen sind.

Also: Lachen Sie mal wieder. Es muss ja auch nicht unbedingt über einen Flachwitz wie „Was ist grün und steht vor der Tür? Na, ein Klopfsalat!“ sein.

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