Wohltuender Dampf

Inhalieren: Placebo-Effekt bei verschnupften Kindern

Wenn die Nase zu ist, wollten Mama und Papa helfen. Inhalieren hat auf ein verschnupftes Kind allerdings eher einen Placebo-Effekt, sagt der Experte.
Kinder sollten mit 42 bis 45 Grad warmen Wasser inhalieren. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Es ist nicht falsch, sein verschnupftes Kind inhalieren zu lassen. Jedoch seien die möglichen Effekte bei solchen Infekten der oberen Luftwege eher psychologischer als medizinischer Natur, sagt Kinder- und Jugendarzt Burkhard Rodeck. „Der Schnupfen wird davon nicht schneller abklingen.“

Inhalieren sorgt für besseres Gefühl

Das Einatmen des Wasserdampfes könne aber im Sinne eines Placebos wirken und beim Kind für ein besseres Gefühl sorgen – weil es das Inhalieren als angenehm empfindet und merkt, dass Mama oder Papa die Situation ernst nehmen und sich kümmern.

Inhalieren bei Atemproblemen

Sind die Bronchien betroffen und klagt das Kind über Atemprobleme, ist das Inhalieren indes eine Therapieform, die auch medizinisch nachweislich Effekte hat.

„Das ist aber nichts, was man einfach mal zu Hause macht – vorher sollte man auf jeden Fall zum Kinder- und Jugendarzt, wenn die Kleinen Probleme beim Atmen haben“, so Rodeck. In die dann verwendete Kochsalzlösung werden auch Medikamente gegeben, die zu einer Abschwellung der Schleimhäute führen. dpa

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