Kolumne

Intervallfasten: Wie geht das eigentlich?

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um Intervallfasten. Wie funktioniert das? Und bringt das was?
Mit dem Intervallfasten sollen die Pfunde purzeln. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Sommer, Sonne, Speckröllchen. Ja, ich gebe zu, ich bin in den letzten Monaten etwas außer Form geraten. Dem Homeoffice-bedingten Wohlstandsbauch, dem begegnen aktuell sicher so einige, wenn sie morgens in die Dusche steigen. Fest steht: Der muss weg. Aber wie? Ist Intervallfasten die Lösung?

Intervallfasten: Was ist das überhaupt?

Es sollen ja ebenso viele Diäten zur Traumfigur führen, wie Wege nach Rom. Doch die meisten bringen nur Erfolge, die von kurzer Dauer sind. Auch uns Männer sucht der Jo-Jo-Effekt heim, wenn wir uns in griechische Marmorstatuen verwandeln möchten.

Intervallfasten scheint allerdings anders zu sein. Bei dieser Diät, die auch als intermittierendes Fasten bezeichnet wird, verzichtet man freiwillig tage- oder stundenweise auf Nahrung. Man fastet also in Intervallen, verzichtet zum Beispiel für 16 Stunden am Stück auf die Nahrungsaufnahme.

Intervallfasten: Welche Modelle gibt es?

Diese 16 Stunden sind Bestandteil des 16:8-Modells. 16 Stunden Verzicht stehen acht Stunden normaler Nahrungsaufnahme gegenüber. Dann gibt es auch das 5:2-Modell. Fünf Tage pro Woche normal essen, an zwei Tagen stark reduzieren.

Zu diesen klassischen Modellen des Intervallfastens gesellen sich zwei weitere mit echt modern klingenden Namen. Beim „Dinner Cancelling“ ersetzt man an zwei bis drei Tagen in der Woche das Abendessen durch Wasser oder ungesüßte Tees. Das „Alternate Day Fasting“ bezeichnet das Abwechseln von normalen und Fastentagen, an denen nur 25 Prozent der gewohnten Kalorien zu sich genommen werden.

Was sagt die Wissenschaft zum Intervallfasten?

Ist Intervallfasten also eine Wunderwaffe? Wie bei vielen Diäten ist die Wissenschaft erst mal skeptisch. Tatsächlich sagt Dr. Tilman Kühn, Ernährungsepidemiologe aus Heidelberg, der eine Studie zum Thema durchführte, im „Deutschen Ärzteblatt“: „Es gab keinen Unterschied zwischen der Gruppe, die intermittierend fastete, und der Gruppe, die eine herkömmliche Reduktionsdiät durchführte.“

Doch dann ist da noch der Punkt mit der Langzeitmotivation. Denn es scheint, so der Experte, dass der zeitweise Verzicht vielen Fastenden leichter falle. Das Intervallfasten sei demnach eine Alternative zu herkömmlichen Diäten.

Intervallfasten: Einfach mal ausprobieren

Ich denke, Probieren geht über Studieren. Denn schließlich lohnt es sich immer, seine Essgewohnheiten mal genauer zu durchleuchten. Sicher findet jeder hier und da Optimierungsbedarf.

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