Zuckerkrank

Mit Diabetes an den Strand oder ins Freibad?

Auch mit Diabetes steht einem Tag am Wasser nichts entgegen. Man sollte nur auf ein paar Dinge achten: Trockene Hände bei der Blutzuckermessung zum Beispiel.
Auch für Diabetiker ist ein Besuch im Freibad möglich. Sie sollten jedoch einiges beachten. © Sebastian Gollnow/dpa

Menschen mit Diabetes prüfen bei Ausflügen ans Meer oder ins Schwimmbad lieber häufiger als sonst den Glukosespiegel und passen die Insulinmenge gegebenenfalls an. Das rät die Deutsche Diabetes-Hilfe.

Wasser kann das Ergebnis der Blutzucker-Messung beeinflussen. Deshalb sei es wichtig, die Hände gut abzutrocknen, bevor man in die Fingerkuppe sticht.

Erhöhten Energieverbrauch beachten

Weil der Körper mehr Wärme produzieren muss, steigt besonders in sehr kaltem Wasser der Energieverbrauch, so die Diabetes-Hilfe. Kommt es zu einer spontanen Unterzuckerung, helfe am besten Traubenzucker in flüssiger Form. Zitternde Hände und ein Schwindelgefühl seien häufige Anzeichen für Unterzuckerung, die beim Schwimmen aber teils falsch gedeutet werden.

Mit der Insulinpumpe ins Schwimmbad?

Wer einen Typ-1-Diabetes hat und eine Insulinpumpe trägt, kann sie vorm Schwimmen ablegen. Die Kanüle in der Haut sollte mit einem wasserdichten Katheterpflaster abgeklebt werden.

Lieber noch einen Snack vorm Baden

Nach Angaben der Diabetes-Hilfe darf die Pumpe erst abgekoppelt werden, wenn der Glukosespiegel zwischen 120 und 180 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) liegt. Ist der Wert niedriger, sollte man einen kohlenhydratreichen Snack – zum Beispiel einen Müsliriegel – essen, ehe man ins Wasser geht. Ist der Wert zu hoch, sei vorher eine Extradosis Insulin notwendig.

Grundsätzlich sollten Insulinpumpe, Teststreifen, Blutzuckermessgerät und Medikamente sauber, kühl und trocken gelagert und vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden.

dpa

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