Kolumne

Skype, Zoom und Co.: Der kleine Videokonfi-Knigge

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um Videokonferenzen im Homeoffice. Denn die können die Nerven schon ziemlich strapazieren.
Videokonferenzen gehören im Homeoffice zum Alltag. So auch bei Leben-Redakteur Marc Bracht. Und der findet: Ohne eine paar Regeln geht‘s nicht. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Im Hintergrund ertönt ein Kaffeevollautomat mit lautem Brummen. Ein Kind drängelt sich ins Sichtfeld und fragt, wann das Essen fertig ist. Plötzlich noch ein lauter Hustenanfall. Ja, das sind total alltägliche Szenen. Es wird wohl kaum ein Zuhause geben, in denen so etwas nicht vorkommt.

Da sich Zuhause und Arbeit aber bei vielen Menschen aufgrund von Corona derzeit mischen, fallen solche Momente dann doch plötzlich auf. Und zwar den Kollegen in der Videokonferenz. Und meistens negativ. Um schlechte Laune und Stress zu vermeiden, lohnt sich, wie ich finde, ein kleiner Videokonfi-Knigge.

Videokonferenzen im Homeoffice: Warum sich Regeln lohnen

Ich bin mit dieser Meinung auch nicht allein. Redakteur Michael Leitl sagt im Spiegel sogar: „Onlinemeetings und -Workshops aus dem Homeoffice sind härter als Konferenzen im Büro.“

Von meinen Beispielen oben abgesehen, sei es vor dem Rechner viel schwieriger, die Konzentration der Teilnehmenden aufrechtzuerhalten. Das läge vor allem an der reduzierten Körpersprache. Es gäbe kaum Gestik, und wer gerade nicht spricht, lasse sich – zumindest bei abgeschalteter Kamera – viel leichter ablenken.

„Daher benötigt ein Meeting einen noch klareren Plan und Zweck als zuvor – und alle Teilnehmenden benötigen eine klare Aufgabe“, plädiert der Journalist – ganz offensichtlich selbst davon betroffen.

Homeoffice: Spielregeln für die Videokonferenz

Der Remote-Knigge (von Remote Work, dt. Fernarbeit) hält drei Tipps bereit, die eine Videokonferenz nicht zum Desaster werden lassen:

  • Nur ein Gespräch gleichzeitig: Es ist wichtig, die anderen immer aussprechen zu lassen, weil am Ende sonst niemand was versteht. Dem digitalen Gegenüber ständig mit einem „Hm-hm“ zuzustimmen, zählt hier auch klar als Störung.
  • Stets mit Video: In der Videokonfi sollten die Teilnehmenden auch immer ihre Kamera einschalten. Das hilft dabei, die Reaktionen der anderen wahrzunehmen, und trägt zum Team-Gefühl bei.
  • Den Bildschirm anschauen: Blickkontakt gibt es so oder ähnlich auch im Videocall. Deshalb: Immer auf den Screen gucken. Wer in der Gegend herumschaut, signalisiert schnell Desinteresse. Keine gute Idee.

Daneben gibt es noch mehr zu beachten. Fangen wir vorne an. Vorbereitung ist alles. Vor der Videokonferenz ist es ratsam, die Technik einmal zu checken. Funktioniert das Mikrofon? Hat der Laptop genug Saft? Hat man alles, worüber man sprechen möchte im Kopf? „Könnt ihr mich hören?“ ist ganz sicher der Satz des Jahres 2020.

Und sonst so? Einfach: Wenn man nicht spricht, das Mikro ausschalten. So vermeidet man nämlich auch, dass die Kollegen durch unerwartete Geräusche, wie z.B. die Kaffeepause des Liebsten, gestört werden. Klare Absprachen und räumliche Trennung mit und vom Nachwuchs stellen sicher, dass dieser nicht plötzlich ins Bild springt.

Struktur und Planung sind gut für die Psyche

Wer diese Ratschläge im Homeoffice beherzigt, der wird die digitalen Konferenzen immer gut überstehen. Und zusätzlich lernen: Struktur und Planung machen auf Dauer glücklich.

Kein Wunder. Immerhin hat man jeden Gedanken, alle wichtigen Infos und Argumente sofort griffbereit, wird also weniger leicht aus dem Konzept gebracht und erreicht so etwas Positives für alle – nämlich eine kurze, effiziente Videokonferenz. Immer schön auf den Punkt.

Gesundheit, Wellness, Rezepte: Auf Ruhr Nachrichten Leben finden Sie weitere spannende Themen:

www.ruhrnachrichten.de/leben

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.