Schutz vor Sonnenbrand

Sonnencreme aus dem Vorjahr lieber entsorgen

Wer Sonne tanken will, darf das Eincremen nicht vergessen - und schaut lieber noch mal nach, wie alt die Sonnencreme ist.
Eincremen nicht vergessen! Neben dem Lichtschutzfaktor ist aber auch das Alter der Sonnencreme wichtig. © Bodo Marks/dpa

Mit der angebrochenen Sonnencreme aus dem vergangenen Sommer reibt man sich im Zweifel lieber nicht mehr ein. Das rät der Hautarzt Professor Eckhard Breitbart.

Schutzfunktion der Cremes lässt mit der Zeit nach

Stattdessen kauft man sich besser eine neue Tube. Denn Sauerstoff führe zu Oxidation und dieser Vorgang habe zur Folge, dass sich die Inhaltsstoffe verändern und damit die Schutzfunktion nicht mehr korrekt aufrechterhalten könne, sagt der Experte der Deutschen Krebshilfe und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP).

Dazu kommt: „Stoffe, die dabei entstehen können, könnten durchaus krebserregend sein“, sagt Breitbart.

Eine Studie, die im März 2021 veröffentlicht wurde, hat jüngst neue Belege für die These geliefert: Demnach haben sich bei Cremes mit dem UV-Schutzfilter Octocrylen im Laufe der Zeit Benzophenone gebildet, die als möglicherweise krebserregend gelten.

Sonnencreme: Angaben auf der Tube beachten

Auch wenn einige Cremes über ein Mindesthaltbarkeitsdatum verfügen, ist die Haltbarkeit nach der Öffnung / ersten Nutzung entscheidend: Das entsprechende Symbol ist eine geöffnete runde Dose, in der zum Beispiel die Angabe „12 M“ steht. Das bedeutet: zwölf Monate. Danach sollte man sie entsorgen.

Es empfiehlt sich, das Datum des Öffnens mit wasserfestem Filzstift auf die Tube zu schreiben.

Ist die alte Sonnencreme noch gut?

Grundsätzlich gilt: Man sollte die Creme vor allem entsorgen, wenn sie scharf oder ungewöhnlich riecht, sich die Konsistenz verändert hat, sich Öl oder Wasser abgesetzt haben oder der Inhalt verfärbt ist.

Beim Auftragen der Creme nicht geizen

Mit Blick auf die Auswahl der Creme rät Hautarzt Breitbart, auf parfüm- und duftstofffreie Produkte zu setzen und darauf zu achten, dass sie vor UVA- und UVB-Strahlen schützen.

Bei der Anwendung des Schutzmittels ist Sparsamkeit unangebracht. Den versprochenen Lichtschutzfaktor leisten die Produkte nur, wenn sie ausreichend dick auf die Haut aufgetragen werden.

Die richtige Sonnencreme-Menge beachten

„Eine Faustregel ist: Für Heranwachsende braucht es allein im Gesicht einen gehäuften Teelöffel – für Erwachsene noch etwas mehr“, sagt der Mediziner.

Er weist außerdem darauf hin: Sonnenschutzcreme allein ist nicht das perfekte Mittel, um das Hautkrebsrisiko gering zu halten. Hierzu seien sonnenschutzgerechte Kleidung und das Meiden der Sonne bei hoher UV-Belastung genauso wichtig.

dpa

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