Hohe Temperaturen

Sollte man das Training bei Hitze lieber sausen lassen?

Das Thermometer zeigt Temperaturen von über 30 Grad an. Und der Trainingsplan zeigt, dass heute eigentlich eine Sporteinheit fällig wäre. Sollte man lieber darauf verzichten?
Was kann man tun, wenn man an heißen Tagen trotzdem nicht auf seine Sporteinheit verzichten möchte? © Adobe Stock

Wenn der Schweiß schon ohne viel körperliche Anstrengung läuft, ist für viele klar: Sport muss heute nicht sein. Doch nicht jeder mag seinen Trainingsplan ausdünnen, wenn heiße Tage dazwischenfunken.

Laut dem Sportwissenschaftler Andreas Barz, der an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) lehrt, muss man Sport an heißen Tagen nicht unbedingt streichen. Aber: Man sollte darauf achten, den Körper nicht zu überlasten.

Tageszeit und Ort für Sport anpassen

An heißen Tagen verlegt man das Training am besten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden, so der Rat von Barz. Oder man geht ins Fitnessstudio: „Hier ist man nicht nur vor Sonneneinstrahlung geschützt, sondern findet häufig auch klimatisierte Räumlichkeiten vor“, so Barz.

Intensität herunterschrauben

Von besonders langen oder anstrengenden Sporteinheiten lässt man bei Hitze besser die Finger. Laut Barz kommt es dadurch zu einem zusätzlichen Anstieg der Körpertemperatur. Und die bedeutet noch mehr Belastung für den Körper.

„Besser geeignet sind Kräftigungsübungen, da hier der Anstieg der Körpertemperatur nicht so hoch ausfällt“, rät Barz. Das können Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sein wie zum Beispiel Liegestütze, Kniebeugen oder Ausfallschritte.

Training ins Wasser verlegen

Für alle, die ihre Ausdauer trainieren wollen, hat Barz noch einen Tipp: die Trainingseinheit ins Schwimmbad verlegen. Wer dort nicht einfach nur seine Bahnen ziehen will, bucht sich eine Aquajogging- oder eine Aquafitness-Stunde.

dpa

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