So lernen Sie, Kritik richtig einzuordnen und anzunehmen

Kritik annehmen
Wie kann man lernen, mit Kritik besser umzugehen? Wovon hängt es ab, wie viel von der Kritik wir uns annehmen? © Adobe Stock
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Kritik zu empfangen ist nicht immer einfach. Hilfreich kann es sein, sich etwas Zeit zu nehmen und nicht sofort auf das Gesagte zu reagieren.

Karriereberaterin Ragnhild Struss rät in einem Blog-Beitrag auf Xing Empfängern von Kritik – das kann im Privaten wie auch beruflich sein – etwas Raum zwischen Reiz und Reaktion zu lassen. Man ordnet dazu den Kommentar innerlich sowohl auf der Personen- als auch auf der Sachebene ein.

Richtungsweisend: Von wem stammt die Kritik?

Dabei können folgende Fragen helfen: Von wem kommt der Kommentar? Handelt es sich beim Feedbackgeber um eine Person, die einem wohlgesonnen ist und sich in den relevanten Inhalten auskennt, dann sei man auch zugänglicher für die Kritik, so Struss. Selbst wenn es sich um negative Kritik handelt.

Anders sieht es aus, wenn die Kritik von jemanden kommt, der dafür bekannt ist, nie zufrieden zu sein und viel herumzumäkeln. In diesem Fall sei es wahrscheinlich, dass derjenige mehr Spaß daran hat, Fehler zu finden als ernsthaft zu kritisieren, so Struss.

Sachebene: Worum geht es überhaupt?

Die Einordnung auf der Sachebene ist laut der Karriereberaterin sinnvoll, um zu fragen, worum es bei der Kritik überhaupt geht. Um die Sache – etwa ein gemeinsames Ziel? Oder geht es vielmehr darum, die eigene Stärke und Position zu demonstrieren und den anderen in die Schranken zu weisen?

Sich die Zeit zu nehmen, um zu verorten, worum es in der Situation eigentlich geht, ist die Grundlage, um angemessen auf das Feedback reagieren zu können.

dpa