Was tun, wenn man den neuen Partner eines Freunds nicht mag?

Was tun, wenn der neue Partner der Freundin nicht gut ankommt? Diese Frage hat sich Annika Makowka in ihrer Kolumne gestellt. © Adobe Stock/Makowka
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Der neue Freund ist total langweilig, der neue Partner redet so viel oder bringt einen blöden Spruch nach dem anderen, die neue Freundin behandelt den Kumpel nicht gut – es gibt viele Gründe, warum einem ein neuer Partner im Freundeskreis unsympathisch sein kann.

Aber was kann man tun? Sollte man es dem Freund oder der Freundin gegenüber ansprechen? Oder zählt hier die Prämisse „Hauptsache er/sie ist glücklich“?

Trügt der erste Eindruck vielleicht?

Wenn man eine Abneigung gegen den neuen Partner hegt, ist es mitunter ratsam, zunächst abzuwarten und ihn oder sie erst einmal kennenzulernen – schließlich kann der erste Eindruck auch trügen und vielleicht braucht man einfach ein wenig Zeit, um mit dem oder der „Neuen“ im Freundeskreis warm zu werden.

Was tun, wenn die Antipathie bleibt?

Will die Sympathie aber auch nach mehreren Treffen nicht steigen, gilt es abzuwägen, ob man den Freund/die Freundin auf das Thema anspricht oder es lieber unter den Teppich kehrt. Entscheidet man sich für das Gespräch, ist absolutes Feingefühl gefragt, um die Freundschaft nicht aufs Spiel zu setzen – hier kann man zunächst vorsichtig ein paar Punkte ansprechen, die einem selbst negativ aufgefallen sind.

Und manchmal kann es helfen, in sich selbst hineinzuhören und sich zu fragen: Warum mag ich ihn/sie nicht? Ist er/sie einfach nicht mein Fall oder habe ich vielleicht Angst, dass meine Freundin/mein Freund verletzt wird oder dass ich ihn/sie verlieren könnte?

Ausnahmefall toxische Beziehung

Anders würde ich das Ganze bewerten, wenn es sich offensichtlich um eine toxische oder sogar gewaltvolle Beziehung handelt. Hier darf man deutlich werden und könnte zum Beispiel sagen: „Ich habe nicht das Gefühl, dass du glücklich bist. Er behandelt dich wirklich schlecht.“ oder „Bist du dir sicher, dass sie dir guttut? Du siehst in letzter Zeit wirklich mitgenommen aus.“

Bei toxischen Beziehungen schaffen es die Betroffenen oft nicht mehr aus eigenem Antrieb, die Beziehung zu beenden oder sehen viele Aspekte vor allem anfangs durch die rosarote Brille. Hier kann der Freundeskreis als wichtiger Impulsgeber dienen und Unterstützung leisten. Und falls es tatsächlich zur Trennung kommt, sind die Freunde mit Sicherheit die ersten, die einem tröstend und ermutigend zur Seite stehen.