22 Fototorten für Menschen, die Gutes tun

Aktion der Münsterland Zeitung

Zuerst war er skeptisch, dann hat Michael Tenk seine Idee umgesetzt: Er produziert Fototorten. Als er anfing, über die Produktion nachzudenken, kostete ein entsprechender Drucker 20.000 Mark. Heute hat Tenk fünf Drucker im Geschäft und schon über 2000 Torten mit essbarem Fotoaufleger hergestellt. Zusammen mit der Münsterland Zeitung spendet der Bäcker 22 Fototorten und die Leser der Tageszeitung können Vorschläge machen, wer die Torten bekommen soll.

LEGDEN/SÜDLOHN

, 15.11.2014, 05:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vorsichtig wird das Foto appliziert.

Vorsichtig wird das Foto appliziert.

Tenk schichtet Biskuit, Sahne und Kirschen übereinander, bis alles unter einer Deckschicht Sahne verschwindet. Dann kommen Schokoraspel außen herum – und schließlich das „süße“ Foto obenauf, getragen von einer Schicht Marzipan. Die soll verhindern, dass sich das Zuckerpapier mit der Feuchtigkeit aus der Sahne vollsaugt. Bei seinem größten Auftrag hatte Tenk das Problem nicht: 600 „Kalte Schnauze“-Kuchen mit Firmenaufleger – ganz ohne Sahne. Doch auch das ist die Ausnahme. Sein größtes Einzelwerk sei bisher eine Riesentorte gewesen, die aus etwa 400 Einzelstücken bestand. Die gab es zur 775-Jahr-Feier Südlohns, die weiteste Reise trat bisher eine Torte nach Prag an. „Die haben wir dann aber als Sandkuchen gemacht, damit sie länger hält.“Lebensmittelfarbe und Zuckerpapier Verschicken könne er seine Kreationen nicht, grundsätzlich müssen die Torten abgeholt werden. Umsicht ist höchste Pflicht bei der Herstellung und Behandlung der süßen Pracht. Darum habe er inzwischen auch fünf geeignete Drucker im Haus. „Eigentlich brauche ich nur einen“, lacht Tenk. „Aber wann geht der kaputt? Wenn man ihn braucht.“ Die Fotodekorationen sind zu hundert Prozent essbar: Mit Lebensmittelfarbe wird Zuckerpapier bedruckt, das auf einem Trägerpapier ruht. „Es gibt in Deutschland nur zwei oder drei Hersteller, die diese Druckerpatronen anbieten“, sagt Tenk. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt die Resonanz.

„Wir haben sehr viele Kunden, die wiederkommen, und die fahren auch wirklich aus einem Umkreis von 25 Kilometern hierher, um die Torte zu holen.“ 95 Prozent der Torten gingen nach außerhalb. Wohin die nächsten 22 gehen, weiß Tenk nicht – nur, dass sie an verdienstvolle Menschen oder Einrichtungen gehen sollen – als süße Spende.  Vereine, Institutionen, Einrichtungen, aber auch Einzelpersonen, die vielleicht ganz im Stillen und ohne viel Aufhebens etwas Gutes tun oder getan haben, sollen in den Genuss einer Fototorte von Tenk kommen. Die Münsterland Zeitung verschenkt 22 Torten. Über das nachstehende Kontaktformular können Sie Vorschläge machen, wer eine Torte bekommen sollte. Die Redaktion wählt aus den Vorschlägen der Leser die Empfänger aus.  

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