500 Festivalgäste feiern im Schlamm

Bolzrock

Als in den 1970ern die englische Punk-Rock-Band Sex Pistols verkündete: „Punk not dead“, wusste noch niemand, wie recht sie behalten sollten. Viele Jahre später und weit über die Grenzen Englands hinaus, war am vergangenen Samstag im münsterländischen Asbeck laut und deutlich zu hören, wie lebendig der Punk-Rock auch heute noch ist.

ASBECK

von von Denise Perrevort-Elkemann

, 14.08.2011, 12:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Superstimmung trotz Dauerregens: Die Lokalmatadoren der Asbecker Band Rockwasser machen das schlechte Wetter am Samstagabend vergessen.

Superstimmung trotz Dauerregens: Die Lokalmatadoren der Asbecker Band Rockwasser machen das schlechte Wetter am Samstagabend vergessen.

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So rocken die Asbecker Festival-Gäste

Trotz Regen auf dem Kopf Und Schlamm unter den Füßen: Rund 500 Besucher des vierten Bolzrock-Festival haben es mit bestem Punkrock in Asbeck richtig krachen lassen.
14.08.2011
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Alles im Griff: der Gittarist von Sgeht.© Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Jörg Woltering von Rockwasser greift in die Saiten. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Der Nachwuchs mochte sich noch nicht ganz mitreißen lassen von der Stimmung. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Pogen im Schlamm. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Bei Sgeht geht die Party richtig ab. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Punkrock hat auch ganz zarte Momente. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Beim Festival geht die Post ab. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Lokalmatadoren: die Jungs von Rockwasser. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Lokalmatadoren: die Jungs von Rockwasser. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Lokalmatadoren: die Jungs von Rockwasser. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Lokalmatadoren: die Jungs von Rockwasser machen den Dauerregen vergessen .© Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Lokalmatadoren: die Jungs von Rockwasser. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Gelbgefiederte Rebhühner standen plötzlich auf der Bühne. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Der Sänger von Sgeht setzt Akzente. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Im Nebel kaum zu sehen, aber nicht zu überhören: Sgeht. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Am späten Nachmittag beginnt die Show. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Kaum zu sehen, aber nicht zu überhören: Sgeht. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Rockwasser heizen dem Publikum so richtig ein. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Der Name ist Programm: Wilde Jungs. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
Der Name ist Programm: Wilde Jungs. © Foto: Denise Perrevort-Elkemann
© Foto: Denise Perrevort-Elkemann
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© Foto: Denise Perrevort-Elkemann
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Knapp 500 Besucher waren zum Bolzrock-Festival am Waldstadion des FC Germania Asbeck gekommen, um gemeinsam mit sechs Deutsch-Rock-Bands Vollgas zu geben. „Sgeht“ aus dem Ruhrpott machten mit harten Sounds und enormer Spielfreude den Anfang und konnten mit ihrer guten Laune und „aussagekräftigen“ Liedern wie „Schluss mit Saufen“ das noch überschaubare Publikum mitreißen.

Auch die nachfolgenden Bands „Saint Koppschuss“ aus Marl und „Störte Priester“ aus Bayern hatten trotz beginnendem Dauerregen keine Probleme, das stets größer werdende Publikum in ihren Bann zu ziehen. Zumeist mit drei Akkorden und lauten Stimmen erklärten die Rocker den mittlerweile aufgeweichten Bereich vor der Bühne zur Pogo-Fläche. Ihrem Namen alle Ehre machten vor allem die „Wilden Jungs“ aus Fulda. Ebenso hart und wild wie das Äußere der Jungs waren auch Songs wie „Auf und davon“ oder „Bis aufs Blut“, mit denen die Stimmung nochmals deutlich angeheizt wurde. Für den Top-Act des mehr als gelungenen Festivals, die Rheinländer von „Kärbholz“, war es bei solch ausgelassener Partystimmung ein mehr als leichtes Spiel, die hunderte Rockwilligen zu ausgelassenen Regentänzen zu bewegen und dem Konzert zu einem gelungenen Abschluss zu verhelfen. Die unausgesprochenen Party-Könige waren jedoch die Asbecker Jungs von „Rockwasser“, zugleich Initiatoren des Festivals. Schon beim Betreten der Bühne und dem obligatorischen Schlachtruf „Bolzrock“, auf den die lautstarke Antwort des Publikums „Ja sicha“ ertönte, war klar, dass nun die Bühne richtig gerockt wurde.

Neben dem Heimvorteil waren es vor allem Sound und die Lockerheit im Umgang mit dem ausgelassenen Publikum, die überzeugten. Mit Songs wie „In all den Jahren“ und „Einmal an dich ran“ verabschiedeten sie buntbekleidete Junggesellen, ehrten sie anwesende Bandmitglieds-Mütter und ließen gelbgefiederte Rebhühner auf Publikumshänden reiten beziehungsweise fliegen. Nicht zuletzt war bei ihrer vom Publikum lautstark unterstützen Germania-Asbeck-Hymne klar, dass das vierte Bolzrock-Festival wohl nicht das letzte gewesen sein dürfte.

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