500.000 Euro gesammelt - Angeklagter räumt Lügen ein

Spenden-Prozess

LEGDEN / MÜNSTER Im Prozess gegen einen mutmaßlichen Spendenbetrüger aus Legden hat der Angeklagte am Montag vor dem Landgericht Münster zumindest zugegeben, 2004 bei der Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung (EV) gelogen und betrogen zu haben.

von Von Martin von Braunschweig

, 05.10.2009, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
500.000 Euro gesammelt - Angeklagter räumt Lügen ein

Sein Motiv für die Lüge lieferte er aber gleich mit. „Ich hatte private Schulden und wollte nicht, dass die Gläubiger Zugriff auf die Spendengelder erhielten“, so der Legdener. Er habe das Geld schließlich zur Errichtung eines Kinderkrankenhauses gesammelt und bei den vielen Spendern sozusagen im Wort gestanden, es nicht zweckentfremdet einzusetzen. „Wenn ich die Konten aber offenbart hätte, wäre das Geld genommen worden, um meine persönlichen Schulden zu bezahlen. Das war eine echte Zwickmühle für mich.“ Das Amtsgericht Ahaus hatte den Mann in erster Instanz wegen Spendenbetruges zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Dagegen wehrt er sich nun in der Berufung. Vor dem Landgericht hat er zuletzt erneut bekräftigt, dass er das Krankenhaus tatsächlich bauen und dafür die eingesammelte halbe Million wirklich einsetzen wollte.

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