82 Prozent fordern eine Ampel für die B 474

Online-Umfrage

LEGDEN „Die Gemeinde Legden soll weiter auf eine Ampel an der Kreuzung B 474/Industriestraße/Neue Mühle bestehen“, das fordern 82 Prozent der Teilnehmer unserer TED-Umfrage.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 08.10.2009, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich nutze die Kreuzung ja selbst oft – sowohl beruflich als auch privat“, sagt Kleweken. Außerdem sei er regelmäßig im Gespräch mit Mitarbeitern der in den Gewerbegebieten ansässigen Firmen und ihrer Zulieferer. Dabei zeige sich immer wieder: „Linksabbieger – insbesondere, wenn es sich um LKW handelt, haben große Schwierigkeiten, zügig die Kreuzung zu passieren.“ Die Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßen. NRW, der selbst im Gewerbegebiet Neue Mühle einen Fuhrpark unterhält, würden diese Erfahrung ebenfalls regelmäßig machen, so Kleweken.Die Ergebnisse der Messungen, die der Landesbetrieb durchgeführt hat, sprechen allerdings eine andere Sprache. Danach läuft es auf der Kreuzung rund, wie es der Sprecher des Landesbetriebs, Josef Brinkhaus, mitteilt. Selbst Linksabbieger aus der Neuen Mühle und der Industriestraße bräuchten durchschnittlich nur 25 Sekunden zu warten, um auf die Bundesstraße abbiegen zu können. Daher sehe der Landesbetrieb keinen Anlass für die Aufstellung der Ampel. „Wir müssen ja auch immer das Ziel im Blick behalten, dass der Verkehr über eine Bundesstraße zügig abläuft“, so der Behördensprecher. Das sei zurzeit gegeben. Jede zusätzliche Lichtzeichenanlage bedeute eine Unterbrechung.

Trotzdem: Die Gemeinde Legden will ein „Weiter so“ nicht hinnehmen: „Schon vor mehreren Jahren hatten wir den Bau eines Kreisverkehrs gefordert“, so Bürgermeister Kleweken. Dieses Ansinnen habe der Landesbetrieb seinerzeit abgewehrt mit dem Verweis auf die zu geringe Größe des Kreuzungsbereichs – „obwohl ich in den Nachbarstädten und Gemeinden seitdem beobachte, wie ein Kreisverkehr nach dem anderen aus dem Boden schießt“, wie er mit Unmut ergänzt. Statt dessen habe der Landesbetrieb selbst die Ampel ins Gespräch gebracht. Jetzt auf alles verzichten zu sollen trotz der andauernden Sorge um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist für Kleweken „nicht akzeptabel“. 

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