Annette Dülker vom Reisebüro Glockenstadt in Legden weiß, wohin man jetzt wieder in den Urlaub kann. © Foto: Julian Schäpertöns
Reisen

Ab in den Urlaub: Wohin darf man jetzt und was ist zu beachten?

Endlich kommt der Sommer und damit auch das Bedürfnis, in den Sommerurlaub zu fahren. Aber wohin darf man jetzt und was ist zu beachten? Annette Dülker vom Reisebüro in Legden weiß es.

Lange Zeit war es fast unmöglich zu reisen, so langsam geht aber wieder mehr und auch die Flieger heben wieder in Richtung Sommerurlaub ab. Aber wo kann man unbeschwertes Strandfeeling genießen und was ist dafür zu beachten?

Viele Urlauber wenden sich mit diesen Fragen an das Reisebüro Glockenstadt Reisen in Legden. Annette Dülker, Inhaberin des Reisebüros, klärt gerne auf und sagt: „Mittlerweile kommen viele Menschen zu uns, die sonst eher alles selbst gebucht haben, weil so viel Unsicherheit herrscht.“

In vielen Fällen ist die Einreise wieder möglich

Die Tendenz in Europa ist: „In vielen Fällen ist das Einreisen jetzt wieder möglich. Das heißt auch ohne PCR-Test“, erklärt Annette Dülker im Gespräch mit der Redaktion. Aber ganz ohne Test geht es dann doch nur für die Personen, die bereits vollständigen Impfschutz haben.

Das heißt, sie haben die zweite Impfung erhalten und die 14 Tage nach der zweiten Impfung sind rum. Für alle anderen gilt: Sie brauchen einen negativen Schnelltest für die Einreise.

Digitale Reiseanmeldung muss ausgefüllt werden

Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Diese Regeln gelten derzeit für alle Gebiete, für die es keine Reisewarnung mehr gibt. Aber trotzdem müssen Urlauber noch eine digitale Reiseanmeldung ausfüllen.

Dazu gehört: „Dass man keine Symptome hat, dass der Schnelltest negativ ist, den Zweck der Reise muss man angeben, die Unterkunft muss man angeben und die digitale Reiseanmeldung darf frühestens 24 Stunde vor Reiseantritt ausgefüllt werden“, sagt Annette Dülker.

Amerikaner dürfen wieder nach Deutschland – andersrum noch nicht

Und was ist, wenn man nicht in Europa bleiben möchte, sondern lieber nach Amerika reisen würde? Das ist derzeit noch problematisch, denn bisher wurde nur die Reisewarnung für Amerikaner, die nach Deutschland reisen möchten, aufgehoben. „Nicht aber andersherum“, so Dülker. „Aber darauf wartet man quasi jeden Tag, also könnte es jeden Tag so weit sein“, sagt sie weiter im Gespräch mit der Redaktion.

Sie selbst hat vor einigen Wochen testweise die Kanaren besucht. Dort fühlte sich Annette Dülker sehr sicher. Erste Büfetts sind wieder geöffnet und die Strände werden wieder bewirtschaftet. Bedenkenlos bereisen kann man jetzt unter anderem wider Spanien, Portugal und große Teile Griechenlands. „Dort gibt es noch Risikogebiete wie Kos, Korfu und Rhodos“, sagt sie.

Griechenland boomt

Gerade Griechenland boome derzeit sehr. „Die Urlauber da sind begeistert und das Land ist stark im Kommen“, sagt die Inhaberin des Reisebüros. Außerdem habe Griechenland die Corona-Pandemie gut im Griff gehabt. Trotzdem gebe es noch immer einige Hochrisikogebiete wie Kap Verde in Afrika. Dort gelten Maßnahmen zum Schutz vor Corona wie die Quarantäne. „Derzeit ändert sich beinahe stündlich etwas, es ist verrückt“, sagt Annette Dülker.

Und weil sich so oft etwas ändert und es selbst für Reisebüros schwer ist, den Überblick zu behalten, gibt es für sie sogar schon Schulungen. „Gerade erst habe ich an einer teilgenommen, das ist noch keine Stunde her“, so Dülker.

Digital besser aufgestellt als vor Corona

Außerdem hat das Reisebüro von Annette Dülker die Zeit des Stillstandes der Reisebranche genutzt, um sich digital besser aufzustellen. Man kann jetzt auch Video-Termine vereinbaren. „Wir wollen sogar dabei bleiben und öffnen vormittags für alle und nachmittags dann mit Termin“, so Annette Dülker. Ob man dann zum Termin persönlich vorbei kommt oder lieber am heimischen Laptop sitzen bleiben möchte, das bleibt dem potentiellen Urlauber überlassen.

Und was ist, wenn man jetzt einen Sommerurlaub gebucht hat und dann doch plötzlich noch eine neue Corona-Welle kommen sollte? Dann gelten die Regeln wie zuvor. „Pauschalreisen sind kein Problem, da bekommt man sein Geld zurück“, sagt die Reisebüroinhaberin. Kniffliger wird es, wenn man selbst gebucht hat: „Dann liegt es am guten Willen der Hotelbetreiber.“

Besser sei es, neben der Reiserücktrittversicherung eine Covid-Versicherung abzuschließen. Die muss man aber zusammen mit dem Urlaub buchen, man kann sie also nicht nachbuchen. Außerdem kann man Pech haben, wenn man einen Urlaub bucht und das Ziel noch als Risikogebiet ausgewiesen ist. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, um bloß nichts falsch zu machen, der sollte sich an sein örtliches Reisebüro wenden.

Diese Länder sind jetzt keine Risikogebiete mehr:
  • Balearen
  • Bulgarien
  • Deutschland
  • Finnland
  • Griechenland
  • Italien
  • Kanarische Inseln
  • Korsika
  • Kroatien
  • Liechtenstein
  • Madeira
  • Malta
  • Monacco
  • Montenegro
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Schweiz
  • Tschechien
  • Zypern

Gelockerte Einreisebestimmungen:

Spanien und Frankreich:

Ab sofort werden für die Einreise neben PCR auch negative Antigen-Tests, die beide nicht älter als 48 Stunden sein dürfen, akzeptiert. Von der Testpflicht ausgenommen sind Corona-Genesene und vollständig Geimpfte (nach vollständiger Immunisierung).

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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