Thomas Kockentiedt (l.) und Holger Stegemann von der Nachbarschaft Linnert vor dem Adventskranz, der an der Gartenstraße in sechs Metern Höhe leuchtet. In diesem Jahr gab und gibt es kein geselliges Miteinander unter dem 2,40 Meter-Durchmesser-Kranz. © Anne Winter-Weckenbrock
Großer Adventskranz

Adventskranz der Nachbarschaft Linnert leuchtet in sechs Metern Höhe

Die Kerzen sind einen halben Meter hoch, der Kranz hängt in sechs Metern Höhe: So können die Menschen in Legden auch von weitem Freude an dem Adventskranz der Nachbarschaft Linnert haben.

Er leuchtet wie jedes Jahr, und trotzdem ist 2020 alles anders. Die Nachbarschaft Linnert in Legden hängt schon seit etwa zehn Jahren einen riesigen Adventskranz auf, der in sechs Metern Höhe die Zahl der Adventssonntage anzeigt. An dieser Tradition halten die Nachbarn auch im Corona-Jahr fest. Nur, dass der gesellige und besinnliche Teil ausfallen muss.

„Wir haben das dieses Jahr nur mit einer stark begrenzten Anzahl von Nachbarn gemacht“, erzählt Manfred Woltering, neben dessen Haus der Kranz hängt – in sechs Metern Höhe.

Vor etwa zehn Jahren bauten Nachbarn von der Gartenstraße aus künstlichem Tannengrün den Adventskranz, der im Durchmesser 2,40 Meter groß ist.
Vor etwa zehn Jahren bauten Nachbarn von der Gartenstraße aus künstlichem Tannengrün den Adventskranz, der im Durchmesser 2,40 Meter groß ist. Die roten LED-Kerzen sind einen halben Meter hoch. Aus sechs Metern Höhe leuchtet der Adventskranz – auch von der Hauptstraße aus ist er zu sehen. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Wie kam die Nachbarschaft auf diese Idee? In Ramsdorf beim Schwiegervater von Thomas Kockentiedt hängt auch ein großer Kranz. Der Legdener hatte die Idee, auch einen aufzuhängen. Den Ramdsorfer Kranz schaute sich dann ein engerer Kreis der Nachbarschaft Linnert an. 40 Familien zählt die Nachbarschaft, die Präsidenten sind Holger Stegemann und Stefan Averkamp

Kranz ist im Durchmesser 2,40 Meter groß

„Mit sechs, sieben Leuten haben wir dann Material besorgt“, erinnert sich Manfred Woltering im Gespräch mit der Redaktion. Der Kranz ist im Durchmesser 2,40 Meter groß, ein „kleiner Kern“ aus der Nachbarschaft hat ihn aus Kunst-Tannengrün selbst gebunden. Er hat ein ganz schönes Gewicht: Wenn er aus seinem Lagerplatz beim Nachbarn auf dem Dachboden geholt wird, braucht es vier Leute dafür, wie der Legdener erzählt.

Vor etwa zehn Jahren bauten Nachbarn von der Gartenstraße aus künstlichem Tannengrün den Adventskranz, der im Durchmesser 2,40 Meter groß ist.
Vor etwa zehn Jahren bauten Nachbarn von der Gartenstraße aus künstlichem Tannengrün den Adventskranz, der im Durchmesser 2,40 Meter groß ist. Die roten LED-Kerzen sind einen halben Meter hoch. Aus sechs Metern Höhe leuchtet der Adventskranz – auch von der Hauptstraße aus ist er zu sehen. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Die roten LED-Kerzen sind einen halben Meter hoch, eine LED-Lichterkette vervollständigt den Adventskranz. Es traf sich gut, dass mit Josef Winkelhaus ein Elektriker in der Runde ist – so wurde alles professionell angelegt. Er verlegte Leitungen und erstellte eine Steuerung. Von Manfred Wolterings Haus aus kann jede Kerze einzeln zum Leuchten gebracht werden.

Adventskranz leuchtet in sechs Metern Höhe

Und auch der extra aufgestellte Pfosten ist einzementiert und gut gesichert. Mit drei Leuten wird er mithilfe eines Gestänges angebracht und am Ende der Weihnachtszeit wieder nach unten geholt. Alles schon Routine, geregelte Arbeitsabläufe für die Nachbarn.

Versteht sich von selbst, dass dieses Ereignis in normalen Zeiten gemeinsam begangen wird. Es geht gemütlich zu. Zum Auftakt, am Freitag vor dem ersten Advent, werden Würstchen gegrillt, es gibt Glühwein, ein kühles Bier und Kinderpunsch, Waffeln oder Plätzchen wurden schon gemeinsam genossen…. 2020 muss das Leuchten reichen.

„Jetzt müssen wir wegen Corona leider drauf verzichten“, sagt Manfred Woltering. Statt vieler Nachbarn stehen jetzt samstags um 19 Uhr zwei, drei Leute auf Abstand und schauen zu, wie Manfred Woltering per Steuerung die nächste Kerze zum Leuchten bringt.

Schon von den Bahnschienen aus zu sehen

Die Nachbarschaft hat selbst Freude an ihrem Kranz, aber er ist auch von weitem schon zu sehen. „Wenn man zwischen Legden und Stadtlohn auf der Eisenbahnschiene steht, kann man die Kerzen sehen“, erzählt der Legdener. „Ich vermute mal, dass dieser Adventskranz einer der größten im Kreis Borken ist“, ergänzt Manfred Woltering. Ihm zumindest sei kein größerer Adventskranz bekannt.

Über die Autorin
Redaktion Ahaus
Hat besondere Freude daran, das Besondere im Alltäglichen zu entdecken
Zur Autorenseite
Anne Winter-Weckenbrock

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt