Aga Wiynck verlässt St.-Martin-Kindergarten, Abschiedsfeier fällt aus

mlzKindergarten St. Martin

Seit 44 Jahren ist Aga Wiynck Erzieherin. Jetzt geht sie in den Ruhestand. Die Vorbereitungen für ihre Abschiedsfeier im Kindergarten St. Martin wurden von der Corona-Krise gestoppt.

Legden

, 27.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Überall wurde gemunkelt und gebastelt, hierhin und dorthin durfte Aga Wiynck nicht mehr im Kindergarten St. Marien. Ihre Abschiedsfeier war Thema in den Tagen, bevor dann der Kindergarten seine Türen schloss. Am Freitag, 27. März, wäre ihr letzter Arbeitstag gewesen, den alle hätten feiern wollen. Jetzt blickt die Kindergartenleiterin zuhause auf ihr Berufsleben zurück.

Seit 1976 ist Aga Wiynck Erzieherin. Legdener Kinder hat sie allerdings erst betreut, als sie nach einer Familienpause mit ihrem vierten Kind 1992 wieder in den Beruf als Erzieherin einstieg und für neun Jahre am St.-Brigida-Kindergarten arbeitete.

Schon damals stieg der Betreuungsbedarf, in den beiden Legdener Kindergärten St. Brigida und St. Franziskus gab es jeweils eine Notgruppe. „2001 wurden die beiden Gruppen in einem Gebäude an der Mühlenstiege zusammengeführt“, erinnert sich Aga Wiynck. Sie übernahm damals die Leitung dieses neuen Kindergartens St. Elisabeth.

Aus zwei Kindergärten wurde einer

Doch U3-Betreuung und Übermittagsbetreuung machten bald eine weitere Änderung notwendig, die an der Mühlenstiege nicht möglich war. Die Folge: Der Kindergarten St. Franziskus am Lerschweg wurde erweitert und umgebaut, die beiden Einrichtungen wurden 2011 zusammengelegt und wurden zum heutigen Kindergarten St. Martin. Vier Gruppen werden hier bis heute betreut.

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Doch es fehlten bald wieder Kindergartenplätze. Zwei weitere Gruppen wurden am Trippelvoetsweg unterbracht. Ein schöner Zufall, so Aga Wiynck, dass das Haus, in dem im oberen Stockwerk ältere Menschen im betreuten Wohnen leben, St. Elisabeth heißt. Es gehört zum Altenwohnhaus St. Josef.

Generationenübergreifende Arbeit ist wichtig

Für die Kindergartenleiterin ist der Ort großartig. „Die generationenübergreifende Arbeit liegt mir sehr am Herzen“, sagt sie. Nicht nur, dass sich Jung und Alt bei täglichen Kontakten treffen. Es gibt regelmäßig gemeinsame Angebote. „Man trifft sich mit den Bewohnern des Altenheimes zum gemeinsamen Singen, Tanzen oder Spazierengehen. Im vergangenen Jahr gab es sogar ein Theaterprojekt für Kindergartenkinder und ältere Menschen“, berichtet die 62-Jährige. Sie hofft, dass ihre Nachfolgerin diese Arbeit weiterführt.

Der zweite Schwerpunkt und „eine große Freude“ ist für Aga Wiynck die Musik. Mit den Kindern zu singen und dazu Gitarre zu spielen, hat sie auch dann immer gemacht, als die Verwaltungsarbeit für die große Einrichtung kaum Zeit für die pädagogische Arbeit ließ. 23 Erzieherinnen arbeiten an den beiden Standorten.

Seit Januar gibt es für die drei katholischen Kindergärten der Kirchengemeinde St. Brigida - St. Margareta in Legden-Asbeck eine Verbundleitung. Nora Göcke nimmt den drei Einrichtungsleitungen viele der verwaltungstechnischen Aufgaben ab, sodass ihnen wieder mehr Zeit für die Arbeit am Kind bleibt. Eine gute Lösung, wie Aga Wiynck findet.

Agy Wiynck will ein neues Instrument erlernen

Für die Zeit als Rentnerin hat Aga Wiynck einige Pläne. „Ich freue mich darauf, in Zukunft mehr Zeit mit meinen beiden Enkelsöhnen verbringen zu können“, erzählt sie. Sie betätigt sich politisch als sachkundige Bürgerin im Schul-, Sport-, Jugend- und Kulturausschuss.

Ihre Tätigkeit als ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgericht in Münster wird sie fortführen. Auch die Musik wird sie in Zukunft begleiten. Aga Wiynck singt im Kirchenchor in Asbeck. Und es soll nicht bei der Gitarre bleiben. „Ich will noch Trompete spielen lernen.“

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