Asbecker Schulstandort steht in Frage

Schulausschuss

LEGDEN. Als die Margaretenschule Asbeck Mitte 2009 in der Brigidenschule Legden aufging, hat die Gemeinde gefeiert: Die Eigenständigkeit der kleineren der beiden Grundschulen war zwar verloren, der Standort Asbeck aber gerettet - so schien es. Keine zwei Jahre später stehen Verwaltung und Politik wieder vor der Frage, ob die Schule im Stiftsdorf noch zu halten ist.

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 03.03.2011, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Zur Feier des 40. Geburtstages der Brigidenschule 2009 sind Legdener und Asbecker Kinder erstmals zusammen unterwegs gewesen.  <p></p> Archiv</p>

<p>Zur Feier des 40. Geburtstages der Brigidenschule 2009 sind Legdener und Asbecker Kinder erstmals zusammen unterwegs gewesen. <p></p> Archiv</p>

Eine Antwort hat der Schulausschuss am Mittwochabend noch nicht gegeben - aber ein einstimmiges Bekenntnis: Die Gemeinde wolle nach Kräften "nach Maßnahmen zum Erhalt des Teilstandorts Asbeck" suchen.

Die UWG-Fraktion hatte darauf gedrängt, diese Formulierung in den Beschluss aufzunehmen - "ein Ansinnen, das wir selbstverständlich alle mittragen", so Ausschussvorsitzende Martina Schrage (CDU). Von diesem einstimmigen Votum der drei Fraktionen haben die erneut um ihre Schule kämpfenden Asbecker Eltern - einige verfolgten die Diskussion im Zuschauerraum des Hauses Weßling - aber noch nichts. Es handelt sich lediglich um eine vage Absichtserklärung. Sobald belastbare Zahlen über künftige Schülerströme und Jahrgangsgrößen vorliegen, werden Ausschuss und Rat erneut diskutieren müssen über die Zukunft der einen Grundschule mit zwei Standorten, wie der zuständige Amtsleiter Herbert Lenz ankündigte.

Zwar sei es schon jetzt absehbar, dass "wir für etliche Jahre in Asbeck zwei Doppelklassen bilden können". Aber der Schulrat des Kreises habe bereits angedeutet, dass er mit dem jahrgangsübergreifenden Unterricht dauerhaft Probleme habe. Herbert Lenz will das Zahlenmaterial für die Schulentwicklungsplanung diesmal selbst zusammenstellen - wohl nicht zuletzt, weil die Prognosen von 2008 damit beauftragten Beratungsbüros so nicht eingetroffen sind.

Die externen Sachverständigen hatten noch im April 2008, als die Rettung der Schule in Asbeck gerade entschieden war, vorhergesagt: Die Umwandlung der Margaretenschule in einen Teilstandort von Legden sei eine "dauerhafte, stabile und saubere Lösung". Und sie würde auch dann noch tragen, wenn einige Eltern, die eigentlich zu Asbeck zählten, ihre Kinder lieber in Legden die Schulbank drücken ließen.

Bis die neuen Zahlen vorliegen, dauert es noch. So lange konnte das Platzproblem des Legdener Standorts - der aktuelle Anlass für die Debatte - allerdings nicht warten: Der Ausschuss hat am Mittwoch eine Notlösung beschlossen: Um die auch künftig wieder drei Eingangsklassen in Legden unterbringen zu können, verzichtet die Schule auf einen Werkraum - aber nur vorläufig. Auf Dauer sei der unverzichtbar, hatte die Lehrerschaft klar gemacht.

In Abstimmung mit der Schulleitung hat Lenz daher zwei denkbare Maßnahmen vorgestellt für mittel- und langfristige Lösungen - und beide haben Konsequenzen für Asbeck: Im ersten Fall werden in Asbeck nur noch Viertklässler unterrichtet - allerdings sowohl die aus Legden als auch aus Asbeck. Im zweiten Fall würde Asbeck ganz geschlossen und Legden entsprechend baulich erweitert.

Lesen Sie jetzt