Der Düstermühlenmarkt wird auch im Jahr 2021 nicht stattfinden. Das haben die Betreiber jetzt beschlossen. © Ronny von Wangenheim
Düstermühlenmarkt

Aus für Düstermühlenmarkt: Absage trotz sinkender Infektionszahlen

Seit einiger Zeit sinken die Infektionszahlen im Kreis Borken. Trotzdem haben die Betreiber des Düstermühlenmarktes beschlossen, dass es auch im Jahr 2021 keinen Düstermühlenmarkt geben wird.

Die Infektionszahlen sinken allmählich, die Inzidenz im Kreis Borken liegt seit Tagen weit unter dem kritischen Inzidenzwert von 100 und Lockerungen machen sich im Kreis breit. Viele Menschen hoffen auf mehr Normalität. Die Betreiber des Düstermühlenmarktes sehen jedoch noch nicht die Möglichkeit für eine Großveranstaltung.

Bereits im Jahr 2020 hatten die Betreiber Mitte Mai den Düstermühlenmarkt, der üblicherweise immer am letzten Montag im August stattfindet, abgesagt. Die Hoffnungen, dass die Großveranstaltung im Jahr 2021 wieder stattfinden könne, haben sich jetzt in Luft aufgelöst.

Absage trotz sinkender Infektionszahlen

Denn obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Borken unter 100 liegt (59,5, Stand Montag, 17. Mai) und die Zahlen an geimpften Personen steigen, haben sich die Betreiber des Düstermühlenmarktes beraten und gemeinsam entschieden, dass eine so große Veranstaltung nicht möglich ist. „Immerhin wurden bei der letzten Zählung an beiden Tagen etwa 45.000 Menschen gezählt“, sagt Brigitta Hülsken im Gespräch mit der Redaktion. Sie ist Mitbetreiberin des Düstermühlenmarktes in Legden.

Die Großveranstaltung zog in den Jahren vor Corona immer viele Besucher an.
Die Großveranstaltung zog in den Jahren vor Corona immer viele Besucher an. © Stephan Rape © Stephan Rape

Am Sonntagabend, 16. Mai, verbreitete sich die Nachricht, dass der Düstermühlenmarkt erneut nicht stattfinden wird, in den Sozialen Medien rasant.

Mehrwöchiger Vorlauf nötig

Auch erreichte die Redaktion eine Pressemitteilung, in der es heißt: „Die Veranstalter haben lange gewartet und gehofft, jedoch hat sich gezeigt, dass trotz sinkender Infektionszahlen an ein großes Volksfest derzeit nicht zu denken ist. Da sowohl die Aussteller als auch die Veranstalter einen mehrwöchigen Vorlauf für die Organisation benötigen, hat man sich heute dazu entschieden, den Düstermühlenmarkt auch für das Jahr 2021 abzusagen.“

Das Infektionsschutzgesetz gilt derzeit bis einschließlich 30. Juni, danach wird es neue Regelungen geben. Aber auch bei einer stabilen Inzidenz von unter 50 könne man die Auflagen, die für eine so große Veranstaltung nötig wären, nicht einhalten.

Risiko eines Infektionsherdes zu groß

„Es sind so viele Betreiber involviert, die einzigen Grenzen sind Gräben auf dem Gelände, sonst ist alles offen, das wäre nicht zu überwachen bei so vielen Menschen“, sagt Brigitta Hülsken im Gespräch mit der Redaktion.

Das Risiko, dass es auf dem Düstermühlenmarkt zu einem Infektionsherd kommen könnte, sei einfach zu hoch. Das schade nicht nur dem Ruf der Veranstaltung, sondern auch der Gesundheit vieler Menschen. Eine spätere und kleinere Alternative soll es nicht geben, denn: „Der Düstermühlenmarkt Ende August ist eine Tradition. Wir hoffen einfach auf nächstes Jahr“, so Brigitta Hülsken.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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