Aus zwei Kindergärten wurde einer

U-3-Betreuung

Mit dem Namen ist das so noch eine Sache: Manche nennen den Kindergarten am Lerschweg noch immer St. Franziskus – wie schon seit 39 Jahren. Einige sprechen bereits von St. Martin: seit Mitte August die offizielle Bezeichnung. Wer sich nicht sicher ist, sagt lieber „Kindergarten auf dem Berg“ oder – und das hört Leiterin Aga Wiynck am liebsten – „der neue Kindergarten mit den schönen, großen Anbauten“.

LEGDEN

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 11.10.2011, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Leiterin des St.-Martin-Kindergartens, Aga Wyinck, freut sich zusammen mit den Kindergartenkindern über die Fertigstellung der umgebauten und erweiterten Tageseinrichtung.

Die Leiterin des St.-Martin-Kindergartens, Aga Wyinck, freut sich zusammen mit den Kindergartenkindern über die Fertigstellung der umgebauten und erweiterten Tageseinrichtung.

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So geräumig ist der neue Kindergarten.

Um mehr Kinder unter drei Jahre betreuen zu können, hat die Legdener Kirchengemeinde den ehemaligen Kindergarten St. Franziskus umgebaut und erheblich erweitert. Entstanden ist der Kindergarten St.Martin.
11.10.2011
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Noch nicht alle Bettchen werden genutzt. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Vier Gruppen zählt der Kindergarten. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Im Obergeschoss hat das Familienzentrum eine eigene Küche. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Im Geräteraum der Gymnastikhalle im Obergeschoss. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Der geräumige Gymnastikraum. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Ein Flur verbindet die Gebäudeteile Kindergarten und Familienzentrum.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Viel Spaß haben Erzieherinnen und Kinder in Kindergarten St. Martin.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Draußen macht das Spielen Spaß, auch wenn das Gelände noch nicht fertig ist. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Die Zufahrt erfolgt über den Lerschweg. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Im Gruppenraum ist immer etwas los. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Die Kinder fühlen sich in ihrer neuen Umgebung wohl. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Der Wickeltisch darf nicht fehlen. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Altersgerechte Sanitäranlagen.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Im Kindergarten schmeckt auch das frische Essen. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
So lässt sich gut spielen. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Erbsenbad (Foto), Bällchenbad und Co. warten auf die Kinder. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Im neuen Umfeld fühlen sich nicht nur die Kinder wohl, sondern auch die insgesamt 15 Mitarbeiterinnen. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Groß und Klein fühlen sich im St.-Martin-Kindergarten wohl. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
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Aus zwei mach‘ eins: Das war vor mehr als einem Jahr das Motto, als die Bauarbeiten begannen. Der Kindergarten St. Elisabeth, eine Zwei-Gruppen-Einrichtung in einem Mietobjekt an der Mühlenstiege, und der ebenfalls zwei Gruppen zählende Franziskuskindergarten sollten fusionieren zu einer Vier-Gruppen-Einrichtung, die auch den Bedürfnissen der Kinder unter drei Jahre gerecht wird. Denn auch wenn die damals noch drei katholischen Kindergärten in Legden (neben Franziskus und Elisabeth auch Brigida) schon länger U-3-Plätze anboten: Die geeigneten Räumlichkeiten fehlten vom Badezimmer mit Wickeltisch bis zum Speiseraum. Das hat sich durch die rege Bautätigkeit inzwischen geändert.

Der einst kleine Franziskus-Kindergarten ist zu einer teils zweigeschossigen Einrichtung gewachsen. „Die Kinder fanden die Bauphase ganz spannend“, blickt Aga Wiynck zurück. Sie selbst und ihre 14 Mitarbeiterinnen seien allerdings froh, dass bei ihnen inzwischen nur noch mit Lego gebaut werde. Obwohl: Ganz abgeschlossen seien die Arbeiten noch nicht, ergänzt die Erzieherin mit Blick auf das Außengelände, eine noch weitgehend ungestaltete Spielfläche: „Ich hoffe, dass da bald die Spielgeräte wieder aufgestellt werden.“ Im Gebäude sind dagegen keine Wünsche offen geblieben, wie ein Rundgang zeigt: Die vier Gruppen – zwei von ihnen mit Kindern unter drei Jahren – verfügen über große, Licht durchflutete Räume, angrenzende Rückzugsmöglichkeiten, Schlafzimmer und altersgerechte Sanitärbereiche. Im Obergeschoss befindet sich der Gymnastikraum. In einem weiteren Gebäudetrakt – separat erreichbar – warten Besprechungszimmer und eine Küche auf die Besucher des Familienzentrums.

„Eine ganz neue Einrichtung“, fasst Aga Wiynck zusammen. Die zurzeit 88 Mädchen und Jungen, die am 15. August einzogen, fühlten sich bereits sehr wohl. Den inzwischen leer stehenden Elisabeth-Kindergarten, den der Eigentümer 2013 zur Demenz-Wohngruppe umbauen möchte (Münsterland Zeitung berichtete), vermisse niemand. „Wir erleben hier einen echter Neuanfang“, strahlt Wiynck. Deshalb sei es auch richtig, einen neuen Namen zu wählen: St. Martin.

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