Bald Highspeed-Surfen in Legden?

Möglichkeiten dem Rat vorgestellt

In Ottenstein werden die ersten Haushalte nun angeschlossen, Wessum arbeitet noch daran und in Heek können sich die Bürger derzeit dafür entscheiden – schnelles Internet über Glasfaserkabel ist längst kein Luxus mehr nur für Großstädter. Für die Gemeinde Legden stellte Martin Lutz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft dem Rat nun Möglichkeiten vor.

LEGDEN

von Von Jessica Beck

, 06.11.2012, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bald Highspeed-Surfen in Legden?

Die zweite Variante wäre ein kompletter Neuausbau eines Glasfasernetzes bis ins Haus. „Doch auch das geht nur, wenn die Wirtschaftlichkeit gegeben ist“, erklärte Lutz. 40 Prozent der privaten Nutzer müssten sich dafür entscheiden – wie bereits in Ottenstein geschehen. „Der Kreis Borken hat gute Vorarbeit geleistet und bereits ein interkommunales Leerrohrsystem verlegt“, sagte Lutz. Bildlich gesehen, könnte man also von Gronau bis Isselburg ein Glasfaserkabel durchschieben. „Das erleichtert den Ausbau ungemein.“ Der Kreis liege dadurch im Vergleich weit vorne und das sei ein großer Vorteil, betonte er. Eine weitere Besonderheit gibt es in Legdens Außenbereichen: Diese sind bereits an das schnelle Mobilfunknetz LTE angeschlossen. „Der Vorteil ist, dass wir nicht den großen Druck mit der Versorgung der Außenbereiche haben, die außerhalb des Glasfaserausbaus liegen. Auch wenn LTE nicht das Festnetz ersetzt“, erklärte Lutz dem Rat. Es sei immer schwer, den Leuten zu zeigen, was das schnelle Internet kann, aber selbst Kritiker seien später überzeugt gewesen, erklärte Lutz am Beispiel Ottenstein. Die Voraussetzungen für schnelles Internet in Legden und auch Asbeck stehen also gut.

„Die Möglichkeiten sind da und es gibt potenzielle Investoren“, sagte Bürgermeister Kleweken. Er fragte den Rat um seine Meinung, damit er weitere Schritte gehen kann. Die Ratsmitglieder zeigten sich einstimmig interessiert an dem Ausbau des Glasfasernetzes in Legden und sprachen sich für die Vorteile aus. „Der Ausbau wäre für Legden absolut wünschenswert“, sagte Martina Schrage (CDU). „Man merkt bei der Arbeit schon oft, wie langsam das alles geht.“ Und Rebecca Pier (CDU) fügte hinzu: „Klar ist das jetzt zukunftsrichtend, aber morgen sind wir vielleicht schon abgehängt.“ Für das Projekt „Älter werden im Zukunftsdorf“ sei das schnelle Internet auch wichtig, sagte Kleweken. „Das ist technische Infrastruktur, die wir brauchen, um unser Ziel zu erreichen.“ Mit der Empfehlung des Rates will die Verwaltung nun die Investoren in die Ratssitzung im Januar einladen. Die Nachfragebündelung soll vielleicht schon Ende Januar beginnen. „Das ist schaffbar – aber nur mit Hilfe unserer Bürger“, sagte Kleweken.

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