Bedauerliches Scheitern einer gut gemeinten Idee

Tierfreundin Ute Dressel-Wittmer zusammen mit ihrer Zwergschnauzer-Hündin Lilly hat sich von ihrer Tiersitter-Idee verabschiedet.
Tierfreundin Ute Dressel-Wittmer zusammen mit ihrer Zwergschnauzer-Hündin Lilly hat sich von ihrer Tiersitter-Idee verabschiedet. © Privat
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Eigentlich passt es genau in das Format „Legdener helfen Legdenern“. Und jeder Hundebesitzer kennt die Not, Ersatz zu finden, wenn man sich selbst nicht um den Vierbeiner kümmern kann. Ob Urlaub, Job, Krankheit – Gründe gibt es viele. In den Großstädten sprießen HuTas (Hunde-Tagesstätten) aus dem Boden. Insofern ist es eine tolle Idee, dass jemand wie Ute Dressel-Wittmer hier (aus-)helfen wollte.

Ja, vielleicht war es (zu) naiv gedacht. Ja, vielleicht hat sie in dem Moment nicht an mögliche Regeln gedacht. Tierliebe und spontanes Engagement waren ihr offenbar wichtiger. Wunderbar, dass es solche Menschen gibt, die sich für die gute Sache, für die Gemeinschaft einsetzen, ohne sofort alle Konsequenzen zu bedenken.

Kommentare daneben

Ganz schlimm, wenn sie dafür „bestraft“ werden. Durch kritische, ja fast beleidigende Kommentare im Netz. Das ist völlig daneben! Kritik ist immer erlaubt. Aber nur, wenn sie der Klärung eines Sachverhalts dienen soll und nicht persönlicher Diffamierung.

Das ist aber nur ein Teil der Geschichte. Auch an den bürokratischen Klippen des Gesetzgebers hat sich die Legdenerin aufgerieben. Um Tierschutz und vor allem um Tierwohl ging es ihr nämlich auch. Kasse machen war nie ihr Plan. Schade, wenn solche Ideen und die Menschen dahinter scheitern.