Betrieb geht an Tönnies

Schlachthof Legden

Die Tönnies-Gruppe, Deutschlands größter Fleischkonzern, hat den Schlachthof am Bahndamm in Legden übernommen und drei Millionen Euro investiert. Nach einer Komplett-Erneuerung der Schlachtstraße in nur acht Wochen werden jetzt die ersten Rinder geschlachtet – 250 pro Tag, 1500 in der Woche.

LEGDEN

, 12.11.2014, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unter Dampf: Ein Blick in die neue Schlachtstraße des Schlachthofes Legden.

Unter Dampf: Ein Blick in die neue Schlachtstraße des Schlachthofes Legden.

Und der Schlachthof soll noch weiter wachsen. Voet: „Wir streben eine Genehmigung für 2500 Schlachttiere pro Woche an.“ Die Schlachtstraße ist danach bereits ausgerichtet. Gebaut werden müssten dafür allerdings noch neue Kühlhäuser, für die auf dem Firmengelände am Bahndamm noch genügen Platz wäre. Bis Ende 2015, so hofft Voet, werde diese Erweiterung gelingen. Die Zahl der Mitarbeiter könnte dann auf 85 steigen. Zur Zeit sind im Schlachthof Legden 65 Mitarbeiter beschäftig, darunter drei in der Verwaltung, die von Hoffmann und Kruse übernommen wurden. Die Schlachter und Zerleger, so Voet, stelle ein deutscher Werksvertragspartner. Er betont: „Alle Mitarbeiter sind in Deutschland angemeldet, alle Arbeitsplätze sind sozialversicherungspflichtig.“

Den Standort Legden nennt Voet „ideal“: Die Gegend sei viehreich und die Autobahn nahe. „Uns liegt daran, die Transportwege möglichst kurz zu halten“, so Voet. Nicht nur weil das die Tiere weniger belastet, sondern weil es auch besser fürs Fleisch ist. Voet: „Das Steak von gestressten Tieren ist zäh wie eine Schuhsohle.“ Täglich fahren rund 20 Viehtransporte zum Legdener Schlachthof. Das Großvieh stammt von Bauernhöfen in einem Radius von 60 bis 70 Kilometer. Die Tiere werden in Legden geschlachtet und in Viertel zerlegt. Die Viertel werden am Stammsitz in Rheda weiterverarbeteitet. Steaks, Filets und Braten sind nicht nur in deutschen Supermärkten zu finden. Tönnies-Fleischwaren sind europaweit zu haben. Eigentlich sogar weltweit. Es gibt Rinderteile, die werden hierzulande nicht gegessen, aber anderswo gelten sie als Spezialitäten. Voet: „Die Blättermagen aus Legden werden wohl in chinesischen Küchen landen.“

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