Brennende Vorfreude

Asbeck Der weiße Rauch der Einigung über den Umzug der Feuerstättensammlung von Metelen nach Asbeck ist verflogen. Der schwarze Rauch der bollernden Öfen aus fünf Jahrhunderten steigt aber noch nicht auf. Könnte er aber schon, denn das Ehepaar Hoffmeister hat bereits zahlreiche Schätze seiner einzigartigen Sammlung aufgebaut.

11.01.2008, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Freuen sich über den Umzug: Heimatvereinsvorsitzende Maria Pier-Bohne (v. l.), Carmen und Hans Hoffmeister und Antonie Bussmann vom Förderverein Schlösser und Burgen, die den Kontakt hergestellt hat.  MLZ Fotos (2) Lütttich-Gür</p>

<p>Freuen sich über den Umzug: Heimatvereinsvorsitzende Maria Pier-Bohne (v. l.), Carmen und Hans Hoffmeister und Antonie Bussmann vom Förderverein Schlösser und Burgen, die den Kontakt hergestellt hat. MLZ Fotos (2) Lütttich-Gür</p>

Der Spieker neben der Hunnenporte ist ein Tor zur Vergangenheit. Wer hineingeht, hockt sich am besten gleich auf die Erde - nicht nur, weil es noch nicht genügend Sitzgelegenheiten gibt, sondern weil es unten so vieles zu bestaunen gibt.

Zum Beispiel den Drachen. Vorne links schläft das Untier - auf einer gusseisernen Ofenplatte. "Es gibt viele Mythen, die davon erzählen, wie ein Drache das Feuer auf die Erde gebracht hat", erzählt Hans Hoffmeister und hockt sich hin - nicht etwa neben das schwarze Untier, sondern neben drei völlig unscheinbare Gegenstände: nicht einmal so lang wie ein Zeigefinger und nur doppelt so breit: die echten Boten des Feuers. "Das ist ein Feuerstein und das ein Feuerstahl", stellt der pensionierte Lehrer vor, der seit seiner Kindheit von der Faszination des Feuers gepackt ist und nach und nach eine Sammlung aufgebaut hat, die nicht nur in Deutschland ihresgleichen sucht. "Klack, klack!" Zwei, drei Schläge des schwarzen Stahlrings gegen den Stein genügen, und schon spritzen die ersten Funken hoch. Hoffmeister hält den Zunder, den viele namentlich kennen, die wenigsten aber je gesehen haben, jedoch nicht daran - die Funken verglühen

Noch ist nicht die Zeit, ebenso spannende wie lehrreiche Geschichten vom Feuer zu erzählen. "Wir warten mit der offiziellen Eröffnung der Ausstellung, bis noch weitere Räume fertig sind", stimmt Maria Pier-Bohne, Vorsitzende des Heimatvereins zu, der die Gebäude für die neue Asbecker Attraktion zur Verfügung stellt.

Noch in diesem Jahr soll es so weit sein. Die Vorfreude brennt, wie die Kohle im Ofen - nicht nur bei den künftigen Besuchern, insbesondere auch Kinder und Jugendliche, sondern auch bei den Hoffmeisters: "Die wunderbaren historischen Gebäude in Asbeck dienen uns nicht als Depot für unsere Ausstellungsstücke, sondern als Räume, die wir nach einem methodisch-didaktischen Konzept gestalten werden", schwärmt Hans Hoffmeister.

Es werde vieles zu bestaunen, aber auch selbst zu entdecken geben - von A wie Architektur des Rauchhauses bis Z wie Zirkuliersysteme der Holzsparöfen von einst. sy-

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