Bürgermeister hat zwei neue Stellvertreterinnen

Erste Ratssitzung

LEGDEN Bürgermeister Friedhelm Kleweken hat seit Montagabend zwei Stellvertreterinnen. Während der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gemeinderates haben CDU und SPD Maria Pier-Bohne und Martina Schrage (beide CDU) zu den ehrenamtlichen Stellvertreterinnen des Legdener Gemeindechefs gewählt – gegen die Stimmen der UWG.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 27.10.2009, 20:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Martina Schrage (l.) und Maria Pier-Bohne sind die zweite und erste Stellvertreterin von Bürgermeister Friedhelm Kleweken.

Martina Schrage (l.) und Maria Pier-Bohne sind die zweite und erste Stellvertreterin von Bürgermeister Friedhelm Kleweken.

„Wir sind einer der jüngsten und auch einer der weiblichsten Gemeinderäte hier in der Region“, stellte Bürgermeister Friedhelm Kleweken fest. „Der Altersdurchschnitt der Ratsmitglieder beträgt gerade einmal 45 Jahre.“ Der Altersabstand zwischen dem ältesten Kommunalpolitiker mit Ratsmandat und dem jüngsten sei nach der Wahl deutlich gesunken, ergänzte er – von ehemals 50 Jahren auf inzwischen 33 Jahre. Kleweken wertete das „für eine kleine traditionsbewusste Dorfgemeinde im Münsterland“ als eine „sehr fortschrittliche Entwicklung“. Apropos Tradition: Bei sechs Ratsmitgliedern seien oder waren bereits Mutter oder Vater aktiv im Gemeindeparlament: Die Mitgestaltung des öffentlichen Raums sei also eine „Familiensache“.

Als „Herzenssache“ hat Friedhelm Kleweken für sich persönlich die Arbeit an der Spitze der Gemeindverwaltung und des Rates bezeichnet. Er bedankte sich zu Beginn seiner dritten Amtszeit für sein gutes Wahlergebnis, betonte aber, dass er auch ein Bürgermeister für all die sein Wolle, die ihm bei der Kommunalwahl nicht ihre Stimme gegeben hätten. „Ich möchte Bürgermeister sein über alle Parteigrenzen hinweg und biete allen Fraktionen eine konstruktive Zusammenarbeit an.“ Der feierlichen Aufbruchstimmung zum Trotz: Der Bürgermeister verhehlte nicht, dass seine jetzt beginnenden sechsjährige Amtszeit (ein Jahr länger als die des Rates) unter keinem einfachen Vorzeichen stehe. „Die Welt- und Wirtschaftskrise wird auch auf Legden negativ ausstrahlen.“ Konkret: Das Geld werde knapper. Auch wenn vieles wünschenswert sei, sei nur weniges machbar. „Viele Projekte werden erst mittelfristig, langfristig oder auch gar nicht verwirklicht werden können.“

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