Chance für Legdens Zukunft

mlzKommentar

Die Baupläne für das ehemalige Kornhaus-Areal sorgen für Diskussionen. Vor allem die drei Nachbarschaften üben Kritik. Dazu ein Kommentar.

Legden

, 07.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer auf der Bahnhofstraße auf das dreieckige Gelände schaut, auf dem früher das Kornhaus stand, kann nachvollziehen, dass Anwohner eine zu massive Bebauung befürchten. Vor allem, dass gleich mehrere Mehrfamilienhäuser entstehen sollen, hier am Rande des Dorfes, stößt auf Kritik. Damit verbunden wären auch viele Wohnungen für Singles, Paare und ältere Menschen.

Für den Investor und für die Gemeinde handelt es sich allerdings nicht um eine Randlage. Ganz im Gegenteil: Hier, ein paar Meter vom Bahnhof entfernt, ist ein attraktiver und zentraler Ort. Von hier aus sollen Menschen beispielsweise zur Arbeit nach Ahaus, Coesfeld oder Dortmund bequem ohne Auto kommen.

Solche Quartiere in Nähe von Bahnhöfen zu entwickeln, ist zukunftsträchtig - und sicher auch förderfähig. Die Landesregierung hat erst im vergangenen Sommer die Initiative „Bauland an der Schiene“ beschlossen. Hier geht es um die Entwicklung von bezahlbarem Bauland im Einzugsbereich von Bahnhöfen. Man will damit auch die Wohnungsmärkte der Ballungsregionen entlasten. In Legden selbst setzt die Gemeinde auch auf Nah- und Fernmobilität. So gibt es Bestrebungen, die Züge im Halb-Stunden-Takt fahren zu lassen.

Natürlich sehen die Baugebiete in Legden heute anders aus. Hier beherrschen wie fast überall im Münsterland Ein- oder Zweifamilienhäuser das Bild. Doch unsere Gesellschaft ändert sich. Kleine Wohnungen sind schon heute sehr gesucht. Auch dafür muss in Legden Platz sein.

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