Gaby Beumer kämpfte neun Tage lang auf einer Corona-Station um ihr Leben. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Meinung

Corona-Patientin leidet noch heute: Ihr Schicksal sollte uns Mahnung sein!

Wer eine Corona-Infektion überstanden hat, hat die Krankheit nicht automatisch hinter sich gelassen. Für Gaby Beumer hält das Martyrium an. Ihr Schicksal sollte uns Mahnung sein, findet unser Autor.

Gaby Beumer hat neun Tage mit dem Tod gerungen und obsiegt. Sie erwachte wieder aus dem künstlichen Koma, in das die Ärzte die Corona-Patientin versetzen mussten. Doch auch wenn die akute Infektion vorüber ist, hat die 56-Jährige noch immer mit den schweren Folgen der Erkrankung zu kämpfen. Das Leben, das sie einmal gelebt hat – sie kann es momentan nicht leben.

Ihr Schicksal sollte allen Mahnung sein, die die Krankheit für eine andere Form von Grippe halten oder die Impfungen verweigern, weil sie sich fälschlicherweise als Versuchskaninchen wähnen. Covid-19 kann langfristig schwere Folgen haben – und das auch bei Patienten mit einer zunächst milden Symptomatik. Schätzungsweise zehn Prozent der Patienten sind betroffen. Es ist sehr mutig, ein solches Risiko einzugehen angesichts der Folgen, die drohen.

Vor allem ist dieses Risiko vollkommen unnötig. Gaby Beumer erkrankte, bevor sie überhaupt die Möglichkeit hatte, sich impfen zu lassen. Mit einer Impfung hätte sie sich womöglich nicht angesteckt oder die Krankheit wäre zumindest deutlich milder verlaufen.

Deswegen sollten jene, die zögern, sich ihren Appell zu Herzen nehmen: Lassen Sie sich impfen. Wenn nicht, werden Sie sich eines Tages definitiv anstecken. Und die Konsequenzen können schwerwiegend sein. Gaby Beumer ist im negativen Sinne das beste Beispiel dafür.

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