Corona-Soforthilfe: 1,3 Millionen Euro für 122 Legdener Unternehmen

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Rund 1,3 Millionen Euro sind in den vergangenen drei Monaten an Legdener Klein- und Kleinstunternehmen geflossen. 122 Firmen haben Hilfen erhalten, geht aus einer aktuellen Statistik hervor.

Legden

, 09.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

122 Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen aus Legden haben in den vergangenen drei Monaten von der NRW-Soforthilfe 2020 profitiert. Insgesamt haben Bund und Land in Nordrhein-Westfalen 426.000 Selbstständige und Kleinstunternehmen mit 4,5 Milliarden Euro durch die bislang schwersten Monate der Corona-Krise geholfen. 1,3 Millionen Euro flossen ins Dahliendorf.

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Das Land Nordrhein-Westfalen hat auf seinem Online-Dashboard einige Zahlen veröffentlicht, unter anderem wird aufgeführt, wie viel Soforthilfen in welchen Postleitzahlenbereich geflossen sind. Ganz genau 1.316.000 Euro für 122 Unternehmer – das sind umgerechnet rund 10.600 Euro pro „Soforthilfe-Fall“. Damit liegt Legden ziemlich genau im landesweiten Durchschnitt in dieser Statistik.

99 Soforthilfeempfänger beschäftigen 5 oder weniger Mitarbeiter

Eins fällt auf: In Legden waren die meisten der begünstigten Unternehmen sehr klein oder gar Soloselbstständige: 99 Soforthilfeempfänger beschäftigen nur 5 oder noch weniger Mitarbeiter. Desweiteren erhielten 15 Firmen mit bis zu zehn Mitarbeitrn und 8 Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten die Soforthilfe genehmigt und ausgezahlt.

Für Bürgermeister-Stellvertreter Jürgen Göckemeyer war die Statistik neu. „Wir hoffen, dass es entsprechend wirkt“, kommentierte er die große Summe, die die Legdener Unternehmer unterstützen sollte. „Und wir haben die Hoffnung, dass wir nicht noch mal in so ein Programm müssen.“

„Es muss so viel sein, dass die Firmen nicht in die Knie gehen müssen“

Josef Scharlau, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Legden-Asbeck, sagte im Gespräch mit der Redaktion, dass es gut wäre, wenn die Soforthilfe nachhaltig wirken würde. „Es muss so viel sein, dass die Firmen nicht in die Knie gehen müssen.“ Er selbst habe, außer mit einigen Gastronomen, mit keinem Unternehmer gesprochen, der in eine Schieflage geraten ist. Dass der Lockdown die Gastronomie- und Veranstaltungsbranche hart getroffen habe, sei ja logisch. Leider.

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Er hofft, dass es für die Firmen und die „Einzelkämpfer“, die Soloselbstständigen, weitergeht, dass keine große Insolvenzwelle der Corona-Pandemie folgt. „Die Stimmung ist nicht so ganz schlecht“, sieht er Licht am Ende des Tunnels. Für seine Branche – die Baubranche – kann er nur eins feststellen für den Moment: „Es ist satt zu tun.“

Betrag an Soforthilfe kann sich noch ändern

Der tatsächliche Betrag an Soforthilfe kann sich aber noch ändern. Aktuell werden die Antragsteller kontaktiert und mit Frist 30. September um eine Rückmeldung zur Differenz zwischen der Soforthilfe und dem ermittelten Liquiditätsengpass gebeten. Die Frist für eine mögliche (anteilige) Rückzahlung der Soforthilfe endet ebenfalls für alle Antragsteller am 31. Dezember 2020.

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