Schulstart an der Sekundarschule Legden mit nummerierten Plätzen

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Zehntklässler kommen am Donnerstag wieder in die Sekundarschule Legden Rosendahl. Schule und Schulträger haben sich auf Schutz-Maßnahmen geeinigt. Deshalb bekommt jeder Schüler eine Nummer.

von Leon Seyock

Legden Rosendahl

, 22.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tische in ausgewählten Klassenräumen sind weit auseinander gezogen – mindestens zwei Meter Abstand befinden sich dazwischen. Über die Stühle sind Zettel gehängt, die mit Nummern versehen wurden. „Die Vorbereitungen sind getroffen“, sagt Karin Emming, kommissarische Leiterin der Sekundarschule Legden Rosendahl.

Ab Donnerstag (22.4.) beginnt, wie von der Landesregierung festgelegt, wieder der Unterricht – zunächst für die Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen. Davon sind auch die Zehntklässler der Sekundarschule betroffen. „Das Einhalten der Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen ist eine Grundvoraussetzung für den Unterricht ist diesen Zeiten zur Sicherheit aller“, betont Emming. „Die Schule rät dazu, einen Mundschutz zu tragen.“

An allen Tagen beginnt der Unterricht um 8.10 Uhr und endet um 11.30 Uhr. Treffpunkt für die insgesamt 57 Zehntklässler ist am Donnerstagmorgen nach Kursen getrennt auf dem Schulhof in Rosendahl. Jeder Schüler bekommt vor Betreten der Räumlichkeiten eine Nummer zugeordnet. „Auf diesen Platz muss sich der Schüler dann setzen“, erklärt Emming.

An jedem Tag wird nur ein Fach unterrichtet

Um die Sicherheitsabstände zwischen den Schülern zu gewährleisten, werden aus jedem Kurs zwei Teilgruppen gebildet und zwei Fachlehrer parallel eingesetzt. Zudem wird an jedem Tag nur ein Fach unterrichtet. Der Stundenplan, der für die Zehntklässler zunächst bis zum 30. April gilt, ist auf der Internetseite der Schule einsehbar.

„Die Zentralen Abschlussprüfungen werden in diesem Jahr durch Abschlussarbeiten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ersetzt“, informiert Karin Emming weiter. Diese finden am 12. Mai (Deutsch), 14. Mai (Englisch) und am 19. Mai (Mathematik) statt. „Die Schüler sollen bis dahin die Routine erfahren, die sie zur Vorbereitung benötigen“, so Emming.

In einem Schreiben, das die Sekundarschule an die Eltern verschickt hat, mahnt Emming zur gegenseitigen Rücksichtnahme: „Insgesamt muss gelten, dass wir eine gegenseitige Verantwortung bezüglich der Gesundheit aller haben und diese auch gemeinsam wahrnehmen“, heißt es in dem Elternbrief.

Für Schüler der 5. bis 9. Klassen gilt Home-Schooling

Für die Jahrgänge fünf bis neun gilt weiterhin das Home-Schooling. Ab Mittwoch wird Arbeitsmaterial in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch sowie in den Wahlpflichtfächern abrufbar sein, kündigt Karin Emming an.

Anders als vor den Osterferien sollen die erledigten Aufgaben bis zum Nachmittag des Donnerstags (30. 4.) an die jeweiligen Lehrkräfte gesandt werden. Die Mailadressen des Kollegiums sind ebenfalls auf der Internetseite abrufbar. „Wir sehen unseren Bildungsauftrag weiterhin sehr ernst“, begründet die kommissarische Schulleiterin.

Auch die Lernberatung kann nicht im gewohnten Umfang stattfinden. Um dennoch ein Gespräch über den Leistungsstand des Kindes anbieten zu können, werden sich die Klassenlehrer zwischen dem 29. April und dem 8. Mai mit den jeweiligen Eltern in Verbindung setzen. Des Weiteren stehen auch die Schulsozialarbeiter für Beratungen zur Verfügung. Eine weitere wichtige Information, die Emming teilt: „Der Schulkiosk und die Mensa bleiben trotz Schulbetrieb zu.“

Räume und Sanitäranlagen werden jeden Tag gereinigt

Christoph Gottheil, Bürgermeister der Gemeinde Rosendahl, betont, dass die Zusammenarbeit und das Abstimmen der Maßnahmen zwischen Schule und Schulträger sehr gut funktioniert habe. „Wir haben zudem ein stringentes Programm für die regelmäßige Reinigung an den Tag gelegt“, informiert er.

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So sollen die genutzten Räume sowie die Sanitäranlagen jeden Mittag gereinigt werden. Zudem wird es einen angepassten Busverkehr, der mithilfe der Sekretärinnen für die Zehntklässler optimiert wurde, geben. „Dennoch bitten wir die Schüler zu überlegen, ob sie die Möglichkeit haben, mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen“, sagt Karin Emming.

Mindestens bis zu den Sommerferien, so vermutet Emming, müsse sich die Schule darauf einstellen, dass es keinen bekannten Unterrichtsalltag geben wird. Auch erste Gedanken haben sich Schule und Träger bereits gemacht, wie eine Abschlussfeier und eine Zeugnisübergabe in diesem Jahr aussehen könnte. „Wir müssen natürlich die weitere Entwicklung der Lage abwarten“, so Emming. „Wir werden aber sicherlich einen würdigen Rahmen finden“, kündigt Bürgermeister Gottheil an. |

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