Die Krippe in St. Margareta wächst jeden Sonntag

Immer Neues zu entdecken

sich mit flinken Griffen ans Werk.Waltraud Eismann und ihre Freundin Gudrun Heidbrink kümmern sich Jahr für Jahr mit viel Hingabe um die große Krippe in der Asbecker St.-Margareta-Kirche. Jede Woche bestücken sie die Krippe mit zusätzlichen Figuren aus der biblischen Geschichte. Sie haben viel Freude daran - und die Kirchenbesucher entdecken auch immer wieder etwas Neues.

LEGDEN

11.12.2016, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Waltraud Eismann (l.) und ihre Freundin Gudrun Heidbrink beim Bestücken der Krippe. Seit über 15 Jahren versehen die Frauen dieses Ehrenamt.

Waltraud Eismann (l.) und ihre Freundin Gudrun Heidbrink beim Bestücken der Krippe. Seit über 15 Jahren versehen die Frauen dieses Ehrenamt.

Behutsam nimmt Waltraud Eismann die große Figur in die Hand, legt sie vorsichtig auf die gepolsterte Kirchenbank. "Das ist Josef. Der muss jetzt eingekleidet werden. Er wird ab nun auch mit in der Krippen-Szenerie stehen", erläutert die Asbeckerin. Josef sieht an manchen Stellen bereits reichlich ramponiert aus. "Die Arme haben schon etwas gelitten, mussten mitunter geflickt werden. Aber die Figuren sind schließlich sehr alt. Und wenn sie gleich Kleidung anhaben, sieht man die kleinen Macken nicht mehr", sagt Waltraud Eismann und macht sich mit flinken Griffen ans Werk.

Jede Woche zusätzliche Figuren

Waltraud Eismann und ihre Freundin Gudrun Heidbrink sind auch in diesem Jahr wieder für die große Krippe in der Asbecker St.-Margareta-Kirche verantwortlich. Ein Szenario, das Jahr für Jahr zu Beginn der Adventszeit aufgebaut und Woche für Woche mit zusätzlichen Figuren aus der biblischen Geschichte neu bestückt wird.

"Eine lieb gewordene Tradition", bestätigen die beiden Frauen. Nicht nur für sie, die das Ehrenamt vor gut 15 Jahren von der inzwischen 90-jährigen Käthe Hörst übernommen haben. Auch die Asbecker Familien hängen an "ihrer" Krippe. "Sie gehört zur Adventszeit dazu", sagen die beiden Frauen. "Oft kommen Familien nach dem Sonntagsspaziergang in die Kirche und schauen sich die Szenen an. Besonders die Kinder haben Spaß daran - und lernen dabei im Grunde auch spielerisch."

Vor allem gibt es ja jeden Adventssonntag Neues zu entdecken. Am ersten Advent zeigen sich Elisabeth und der Engel, eine Woche später sind es Elisabeth und Maria. Josef und seine Frau machen sich seit Sonntag gemeinsam auf dem Weg zur Volkszählung, am vierten Advent steht die gemeinsame Herbergssuche an. Auch die Hirten sind dann mit von der Partie. Und am Heiligabend, da werden die Kirchenbesucher das Jesuskind in der Krippe vorfinden.

Figuren ändern Kleidung

Mit einem Auge fürs Detail sind mitten im Tannenwald sorgsam Wege aus kleinen Holzspänen gestreut worden. Kinder sitzen um ein loderndes Lagerfeuer herum. Im Stall warten die Tiere. Und die Figuren werden bis Weihnachten ab und an umgezogen. "Am 24. Dezember tragen alle ihre Festgewänder", erzählt Waltraud Eismann. Man spürt, dass sie und ihre Freundin gerne ihre Aufgabe wahrnehmen, für das spezielle vorweihnachtliche Flair in dem Gotteshaus zu sorgen.

Die Krippe ist in diesen Tagen ein Anlaufpunkt, den jeder im Dorf gerne ansteuert. Und dazu neue Ideen zu entwickeln, Tradition und Krippenbild lebendig zu erhalten, erfüllt Waltraud Eismann und Gudrun Heidbrink mit Freude.

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