Digitalpakt Schule: Gemeinden Legden und Heek streichen bis 2024 eine sechsstellige Summe ein

mlzFördergelder

Die Voraussetzungen für einen modernen Unterricht in der digitalen Welt zu schaffen, ist eine Herausforderung für Schulen und Gemeinden. Da kommen die Fördergelder des Bundes gerade recht.

von Alex Piccin, Till Goerke

Legden, Heek

, 12.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tafeln, Kreide oder Overheadprojektoren – Dinge, die in der heutigen, modernen Welt mehr als nur ein bisschen antiquiert erscheinen. Um diese Dinge dauerhaft angemessen ersetzen zu können und die Voraussetzungen für einen modernen Unterricht in der digitalen Welt zu schaffen, schüttet die Bundesregierung für den Digitalpakt Schule 2019 bis 2024 Fördergelder aus.

Davon profitieren auch die Gemeinde Legden und Heek. Das Schulministerium NRW veröffentlichte jetzt die Anteile, die auf die einzelnen Kommunen des Landes sowie auf private Träger entfallen. Insgesamt hat die Bundesregierung für den Digitalpakt Schule 2019 bis 2024 fünf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

Legden und Heek bekommen jeweils sechsstellige Summen

Davon bekommt die Gemeinde Legden gut 89.000 Euro und der Schulzweckverband Legden Rosendahl weitere 154.000 Euro. Zusammen macht das etwa 244.000 Euro. Zum Vergleich: Die Gemeinde Heek erhält rund 286.000 Euro aus dem Fördermitteltopf.

Digitalpakt Schule: Gemeinden Legden und Heek streichen bis 2024 eine sechsstellige Summe ein

Mit schnellem Internet sind die Schulen in Heek und Legden bereits versorgt. Auch W-Lan ist vorhanden. Damit die Voraussetzungen eines modernen Unterrichts in der digitalen Welt geschaffen sind, muss aber noch etwas mehr passieren. © dpa

Wofür genau die Gelder verwendet werden, darüber beraten die Gemeinden derzeit. Beiden gemein ist: Sie gehen nicht unvorbereitet an die Sache heran. Und: In beiden Gemeinden wurde schon einiges in die digitale Ausstattung der Schulen investiert.

Schulen beider Gemeinden bereits gut aufgestellt

So stellt Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken klar: „Wir stehen mit den Schulen im guten Austausch. Die Schulen erstellen derzeit ein Medienkonzept, indem sie darlegen, wie und wo das Geld genutzt werden soll.“ Zudem hatte die Gemeinde Legden schon in der Vergangenheit in die digitale Ausstattung der Schulen investiert.

„Wir stehen mit den Schulen im guten Austausch.“
Friedhelm Kleweken

Dazu gehören der Glasfaseranschluss und kostenloses W-Lan. „Wir stehen ja in einem Wettbewerb und wollen unsere Schulen eben bestmöglich aufstellen“, erklärt Friedhelm Kleweken. „Da muss man schon etwas investieren, um mithalten zu können.“

Schnellschüsse sind nicht nötig

Und wie sieht es in der Gemeinde Heek diesbezüglich aus? Ebenfalls gut. „Wir sind da schon weit. Die Schulen verfügen beispielsweise über einen Glasfaseranschluss und eine Eins-zu-zwei-Versorgung in Sachen W-Lan“, so Jürgen Lammers von der Gemeindeverwaltung.

Digitalpakt Schule: Gemeinden Legden und Heek streichen bis 2024 eine sechsstellige Summe ein

Gehört das Handy oder Tablet bald so zum Schuluntericht wie Stifte und Radiergummis? © dpa

Aufgrund der geleisteten Vorarbeit sind keine Schnellschüsse in Sachen Investitionen nötig. „Wir können in aller Ruhe planen. Die Schulen müssen uns sagen, was sie brauchen. Es ist wichtig, dass die Mittel sinnvoll ausgegeben werden“, sagt Jürgen Lammers. Stichwort Medienkonzept.

„Wir können in aller Ruhe planen. Die Schulen müssen uns sagen, was sie brauchen.“
Jürgen Lammers

Schaffung einer digitalen Infrastruktur bildet den Kern

Übrigens ist in den Förderrichtlinien festgehalten, wie die Mittel eingesetzt werden können. Die Schaffung einer digitalen Infrastruktur bildet dabei den Kern. Darunter entfällt die Grundstruktur, also die Vernetzung der Schulen und Beschaffung von Anzeige- und Interaktionsgeräten, beispielsweise interaktive Tafeln, sowie mobile Endgeräte.

Bei letzteren sind allerdings nur 20 Prozent des Gesamtfördervolumens (alle Schulen) oder 25 000 Euro (pro Schule) einsetzbar. Es ist unter gewissen Umständen auch möglich, mithilfe der Fördermittel bestehende Angebote und Infrastrukturen zu optimieren. Der Eigenanteil der Geförderten beträgt zehn Prozent.

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