Direktionsassistentin Anna Marks im Biergarten am Welcome Hotel im Dorf Münsterland. Der Biergarten ist im Gegensatz zu den Dancefloors geöffnet. © Anne Winter-Weckenbrock
Dorf Münsterland

Dorf Münsterland: Dancefloor noch dicht – trotzdem schon was los

Lange hat die Freude über die Lockerungen für Diskos nicht gehalten, die Inzidenz stieg kurz darauf wieder. Das Dorf Münsterland hat auf eine Öffnung verzichtet, steht aber in den Startlöchern.

Nach immer weiteren Lockerungen in den letzten Wochen durften auch Diskotheken wieder öffnen. Es gilt die Inzidenzstufe Null. Lange haben Feierwütige darauf gewartet, denn es sind 16 Monate vergangen, seit Feiern im großen Stil erlaubt war. Das Dorf Münsterland in Legden blieb aber für Partys am vergangenen Wochenende geschlossen.

Am Mittwoch, 7. Juli, wurde veröffentlicht, dass Diskotheken, Clubs und dergleichen wieder öffnen dürfen. Also hätten am Wochenende des 9. Juli bis 11. Juli auch die Scheinwerfer und Musikboxen auf den Dancefloors des Dorf Münsterland wieder in Betrieb genommen werden können. Das wurden sie aber nicht. Auch am zweiten möglichen Wochenende bleiben sie geschlossen.

Alle Hebel in Bewegung gesetzt

Und das hat seinen Grund. „Als am Mittwoch veröffentlicht wurde, dass wir ab Freitag wieder öffnen dürfen, haben wir hier direkt alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Nachtgeschäft wieder zu starten“, antwortet Marie Schütte vom Dorf Münsterland auf Anfrage der Redaktion.

Allerdings ist seit Freitag, 9. Juli, die Inzidenz im Kreis Borken kontinuierlich gestiegen, sodass die Inzidenzstufe Null bedroht ist. Aufgrund dieser Unsicherheit haben die Verantwortlichen vom Dorf Münsterland entschieden, die Dancefloors geschlossen zu lassen.

Großer Aufwand und hohe Kosten

Denn bleibt die Inzidenz insgesamt an acht aufeinanderfolgenden Werktagen über dem Wert von zehn, gilt die Inzidenzstufe 0 nicht mehr und die Stufe 1 wird wieder ausgerufen. Das würde bedeuten, Clubs müssten wieder schließen. Der achte Werktag wäre rechnerisch Montag, 19. Juli.

„Ja, wir hätten am Freitag und Samstag noch öffnen dürfen, aber die Öffnung ist mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden“, so Marie Schütte. „Wenn wir dann nach einem Wochenende wieder schließen müssen, ist dies ganz und gar nicht wirtschaftlich“, antwortet sie weiter. Der Wert müsse stabil bleiben, auch damit das Risiko für die Gäste und Mitarbeiter so niedrig wie möglich gehalten werden kann.

Freude war von kurzer Dauer

Auf der Facebook-Seite des Unternehmens wurde am 12. Juli gepostet: „Als diese Nachricht am Mittwoch rauskam, waren wir hier alle Feuer und Flamme und konnten es selbst kaum glauben: Wir dürfen nach 16 Monaten wieder öffnen.“

„Innerhalb eines Tages schrieben wir ein Konzept, füllten unsere Theken auf und putzten alles, bis es glänzte“, heißt es dort weiter. Doch sogleich hat man die Facebook-Nutzer darauf aufmerksam gemacht, dass die Freude über die mögliche Öffnung nur von kurzer Dauer war.

So ganz geschlossen hat Dorf Münsterland aber auch wieder nicht. Ein bisschen Party-Stimmung kommt trotzdem schon auf, denn an den Wochenenden hat der Biergarten immerhin geöffnet.

Summersounds im Biergarten

Jeden Samstag gibt es ein anderes Motto, zu dem zumindest im Sitzen schon gefeiert werden darf. Am 17. Juli ist das Motto „Schlagermix“, dann folgen „Saxophon und Schlagerbeats“, „House und Black Vibes“ und „Country, Folk, Pop“. Das ganze Programm im Biergarten nennt sich „Welcome to Summersounds“.

„Am 6. August wird wohl eine neue Verordnung veröffentlicht, auf welche wir noch warten“, schreibt Marie Schütte an die Redaktion. Aber angepeilt ist vom Dorf Münsterland erst einmal September für den Start der richtigen Partys. Dann stünde als erstes eine Schlagerparty auf dem Programm.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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