Düstermühle im Wild-West-Look soll im Juli Gäste anlocken

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Die Gäste in der Düstermühle fehlen. Vor allem die Laufkundschaft. Betreiber Michael Schaedel will gegensteuern: Und hat den Betrieb im Juli erst einmal auf den Wilden Westen umgestrickt.

Legden

, 11.07.2020, 18:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der mechanische Bulle ist bereit, die Grills sind vorbereitet und auch sonst präsentiert sich die Düstermühle an den Wochenenden im Juli ganz wie im Wilden Westen. Betreiber Michael Schaedel will das Beste aus der Coronazeit machen und lädt zum Country Barbecue ein.

Themenwochenenden im Juli

Der Wilde Westen belegt den Landgasthof Düstermühle am 11. und 12., 18. und 19. sowie 25. und 26. Juli mit Beschlag.
Samstags beginnt das Angebot ab 14.30 Uhr mit Kaffee, Kuchen und einer kleinen Karte. Ab 18 Uhr startet das Barbecue. Dazu werden Anmeldungen erbeten.
Sonntags geht es bereits um 11 Uhr los. Zum Mittagessen wird der Grill bereits von 12 bis 14.30 Uhr angeheizt. Daran schließen sich dann bis 17.30 Uhr Kaffee und Kuchen an. Abends wird dann ab 17.30 Uhr wieder gegrillt.

„Machen wir uns nichts vor, es läuft gerade sehr bescheiden“, sagt er am Samstagnachmittag. Da steckt er noch knietief in der Vorbereitung für das Western-Event. Die gesamte Düstermühle hat er ganz wie im Wilden Westen umdekoriert.

Speisekarte ganz im Wild-West-Look

Dazu hat er die Speisekarte umgestrickt. Neben dem großen All-you-can-eat-Buffet vom Grill (28.80 Euro) gibt es aber auch Portionen für den kleineren Hunger. „Es soll für jeden Geschmack etwas dabei sein“, sagt er.

Drumherum hat er einige kleinere Attraktionen aufgefahren: Eben den genannten mechanischen Bullen und eine Hüpfburg für die kleineren Besucher. Dazu soll eine Bühne mit Livemusik locken. „Das wird aber keine große Party sondern nur Begleitmusik“, sagt er. Im Fokus soll ganz klar die Küche stehen.

Erstes Wochenende im Testbetrieb

Dieses erste Wochenende hat er noch relativ leise und ohne große Werbung gestartet. „Wir wollen erst einmal sehen, wie es sich entwickelt und ob alle Konzepte funktionieren“, erklärt er. Schließlich muss er sich auch im „Wilden Westen“ an die Vorgaben zum Schutz vor dem Coronavirus halten: Zwischen den Tischen ist deutlich mehr Abstand als üblich, Spender mit Desinfektionsmittel stehen bereit, die Bedienungen tragen Mundschutz.

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Allein im großen Saal könne er bei schlechtem Wetter bis zu 100 Personen unterbringen. „Aber das Wetter sieht ja gar nicht mal so schlecht aus“, sagt er hoffnungsvoll.

Gäste sind noch sehr vorsichtig

Doch auch wenn er wieder öffnen darf, in Scharen kommen die Gäste noch nicht. „Die Menschen sind einfach sehr vorsichtig“, erklärt er. Dennoch will er den Kopf nicht in den Sand stecken.

Natürlich hat die Coronakrise ein tiefes Loch in die Kasse gerissen. „Allein für das Schlagerfestival waren schon Anfang März knapp 2500 Karten verkauft“, sagt er. Das Festival mit mehreren Schlagergrößen war für das letzte Juni-Wochenende vorgesehen. „Wir wollen es im nächsten Jahr nachholen, aber die Einnahmen fehlen uns natürlich jetzt im Moment“, sagt er.

Viele Gesellschaften fallen ersatzlos aus

Schlimmer noch seien die wegbrechenden Veranstaltungen im Saal. „Vor allem die geplanten Silber- oder Goldhochzeiten“, sagt Michael Schaedel. Die seien bisher fast komplett ersatzlos gestrichen. „Eine grüne Hochzeit wird natürlich nachgeholt“, erklärt der Gastronom. Bei den Feiern zum Jubiläum sehe das ganz anders aus.

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Die Themenwochenenden sollen den Betrieb nun wieder ankurbeln. Im Juli ist es der Wilde Westen, im August soll das Thema „Dolce Vita“ Mittelmeerflair an die Düstermühle bringen.

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