Düstermühle in Legden: Noch heute so beliebt wie vor Hunderten von Jahren

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Mit jahrhundertelanger Geschichte, ruhiger Dinkel-Idylle und schönen Wanderwegen ist die Düstermühle in Legden bis heute ein beliebtes Ausflugsziel.

Legden

, 07.09.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie vor Hunderten von Jahren fließt die Dinkel noch heute ruhig an der Düstermühle vorbei. Als Gerichtsstätte, zum Picknicken und nicht zuletzt wegen des Düstermühlenmarktes kamen seit jeher Menschen von überall her zu der Getreidemühle. Und obwohl der Gerichtsstuhl nicht mehr existiert und auch der Markt in diesem Jahr ausfällt, ist die Düstermühle immer einen Besuch wert. Sie ist Ausgangspunkt für idyllische Wanderungen und Radtouren durch die umliegende Gegend.

An manchen Stellen um die Düstermühle haben Besucher das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben.

An manchen Stellen um die Düstermühle haben Besucher das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben. © Christin Lesker

Schon Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Düstermühle zum ersten Mal als Mühle der Äbtissin von Asbeck, einem Damenkloster, erwähnt. Seitdem hat sich einiges getan. Die Mühle fungierte lange als Gerichtsstätte und weil sie Schnittpunkt wichtiger Viehtransportwege war, entstand irgendwann auch der Düstermühlenmarkt. Obwohl er schon lange vor der offiziellen Genehmigung 1768 stattfand, feierte der beliebte Markt mit jährlich mehr als 50.000 Besuchern 2018 sein 250-jähriges Bestehen.


Jahrhundertelanger Lebensmittelpunkt

Schon der große, schwere Schlüssel zum Inneren der Düstermühle zeugt von ihrer langen Geschichte. „Die Mühle war ein Lebensmittelpunkt“, sagt Michael Schaedel, der die Gaststätte neben der Mühle vor drei Jahren übernommen hat. Er kommt nicht von hier, aber viele Gäste seines Landgasthofs bringen ganz eigene, schöne Erinnerungen an die alte Backsteinmühle mit.

Der große, alte Schlüssel der Mühlentür zeugt von ihrer langen Geschichte.

Der große, alte Schlüssel der Mühlentür zeugt von ihrer langen Geschichte. © Christin Lesker

„Die Bauern brachten morgens Korn zur Mühle und gingen zum Warten in die Gastwirtschaft“, erinnert sich eine ältere Dame noch gut an die aktive Mahl- und Schrotzeit der Mühle bis 1967. „Und dann wurde es doch oft später Nachmittag, bis sie mit dem Korn wieder nach Hause kamen“, sagt sie und lacht. Als hätte der Müller nach 1967 alles stehen und liegen lassen, stehen noch heute hölzerne Maschinen und alte Jutesäcke im Inneren der Mühle und erzählen von ihrer aktiven Zeit.

Die Ausstattung der Düstermühle steht noch genau wie zu ihrer Zeit im aktiven Mahlbetrieb vor über 50 Jahren.

Die Ausstattung der Düstermühle steht noch genau wie zu ihrer Zeit im aktiven Mahlbetrieb vor über 50 Jahren. © Christin Lesker

Von der Düstermühle in die Natur

Die Mahlsteine sind mittlerweile verstummt, doch die Menschenscharen sind geblieben. Die Mühle ist Ausgangspunkt für vier ausgeschilderte Wanderungen durch die Umgebung. Auf Strecken zwischen 4,5 und 6,5 Kilometern geht es entlang der Dinkel und durch die Bauerschaft. Außerdem ist sie Teil und Highlight vieler Radrouten.

Gelegen an der ruhigen Dinkel und zwischen saftigen Bäumen lädt die Umgebung der Düstermühle zum Wandern und Ausruhen ein.

Gelegen an der ruhigen Dinkel und zwischen saftigen Bäumen lädt die Umgebung der Düstermühle zum Wandern und Ausruhen ein. © Christin Lesker

Das sanfte Plätschern der Dinkel, die die Mühle antrieb, zog schon früher viele Besucher an und so war die Wiese hinter der Gaststätte lange Zeit beliebter Platz zum Schwimmen und für ausgiebige Picknicks mit der Familie. Diese Idylle ist geblieben und so bietet die Terrasse der Gaststätte neben der Düstermühle ein schönes Plätzchen, um sich auszuruhen und bei einem kühlen Getränk der Dinkel zu lauschen.

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