Wie hier in der Brigidenschule (vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie) sollen in Legden künftig noch mehr Schüler an Tablets arbeiten können. Dafür stehen Fördermittel aus dem "Digitalpakt Schule" zur Verfügung. © Ronny von Wangenheim
Digitalisierung

Endgeräte zur „Digitalen Sofortausstattung“ bald in Schulen verfügbar

Nicht nur zu Corona-Zeiten ist Digitalisierung in der Schule ein wichtiges Thema. An den Legdener Schulen ist schon einiges passiert. Derzeit werden weitere Fördermittel abgerufen.

Wie gut die Verhältnisse in den Legdener Schulen in Sachen Digitalisierung wirklich sind, zeigt sich am deutlichsten in der Extremsituation. „Wenn es wieder zum Homeschooling kommen sollte, werden wir sehen, wie wir aufgestellt sind“, weiß auch Dieter Berkemeier, bei der Gemeinde für Schule, Sport, Jugend und Kultur zuständig.

Der künftige Bürgermeister gibt zu: „Corona hat dazu beigetragen, dass wir die Notwendigkeit des Themas eher erkannt haben.“ Im vergangenen Jahr erhielt die Gemeinde Legden aus dem Fördertopf „Digitalpakt Schule“ von Bund und Land 90.000 Euro für die Brigidenschule und gemeinsam mit Rosendahl 154.000 Euro für die Paulus-van-Husen-Schule.

„Digitale Sofortausstattung“ wird umgesetzt

Die Schulen haben daraufhin Medienkonzepte entworfen und diese den Gemeinden vorgelegt. „Viel ist ja auch schon von den Schulen selbst gemacht worden“, lobt Dieter Berkemeier.

Aufgrund der Corona-Pandemie setzte das Land Nordrhein-Westfalen im Juli als Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt die Maßnahme „Digitale Sofortausstattung“ um. Damit erhalten Schüler aus weniger vermögenden Familien digitale Endgeräte, um für mehr Chancengleichheit zu sorgen.

Brigidenschule wartet auf Endgeräte für Schüler

„Die Brigidenschule hat sich mittlerweile für passende Geräte entschieden, diese werden gerade beschafft“, erläutert Dieter Berkemeier. Dafür stellen Bund und Land etwa 15.600 Euro zur Verfügung. Die Gemeinde als Schulträger zahlt einen Eigenanteil von rund 1.560 Euro. Aufgrund der vermehrten Bestellungen im Zuge der Aktion geht Dieter Berkemeier davon aus, dass es noch etwas dauern kann, bis die Geräte an der Schule ankommen.

Ein weiteres Projekt des Landes sieht vor, alle Lehrer mit digitalen Endgeräten zu versorgen. „Da ist der Entscheidungsprozess, welche Geräte beschafft werden, noch nicht abgeschlossen“, nennt er den Zwischenstand an der Brigidenschule.

Neue Präsentationsgeräte an Sekundarschule

Für die Paulus-van-Husen-Schule mit ihren zwei Standorten berichtet Dorothea Roters vom Schulzweckverband Legden Rosendahl: „Wir haben schon sehr früh mit der Digitalisierung angefangen, als vom Digitalpakt noch keine Rede war.“ Dazu zählt sie vor allem den WLAN-Ausbau auf dem ganzen Schulgelände.

In enger Absprache mit der Schule werden aktuell Anträge im Rahmen des Digitalpakts gestellt. Alle Lehrer erhalten in den nächsten Wochen digitale Endgeräte. Für den Unterricht werden neue Präsentationsgeräte beschafft. Auch an der Sekundarschule werden Schüler im Rahmen der „Digitalen Sofortausstattung“ versorgt. „Die Sekundarschule war auch vorher schon auf einem sehr guten Weg, jetzt wird die Technik noch etwas modernisiert“, erläutert Dorothea Roters.

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Bastian Becker

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