Archivbild: So ähnlich wird es dann bald auch in Legden aussehen. Hier zu sehen: Die im Bau befindliche Erdtrasse bei Borken, aufgenommen am 15. August 2016. © picture alliance / Amprion/dpa
Erdkabelbaustelle

Erdkabel in Legden: Wichtiger Meilenstein für Amprion erreicht

Die Bezirksregierung Münster hat dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion den Planfeststellungsbeschluss erteilt. Bald beginnt der Bau für die fünf Kilometer langen Erdkabel in Legden.

Für Windenergie braucht es Wind. Den gibt es meist an Küsten oder auf Bergen. Aber er muss ja zu den Menschen gelangen. Deshalb werden bald Erdkabel in Legden verlegt, die den Strom in die Häuser bringen.

Es ist eine gute Nachricht für den Übertragungsnetzbetreiber Amprion, der zusammen mit dem niederländischen Stromnetzbetreiber TenneT eine neue 380 kV-Leitung zwischen Dörpen in Niedersachsen und Wesel am Niederrhein errichten wird.

Wichtigen Meilenstein damit erreicht

Die Bezirksregierung Münster hat für den fünf Kilometer langen Erdkabelabschnitt in Legden den Planfeststellungsbeschluss erstellt und Amprion damit das Baurecht erteilt.

Der Bauabschnitt beinhaltet auch ein rund zwei Kilometer langes Tunnelbauwerk. Auf den restlichen drei Kilometern wird die Schutzrohranlage samt Kabel über ein offenes Bauverfahren in die Erde gebracht. Insgesamt sind damit bei der 380 kV-Leitung künftig knapp 15 Kilometer Erdkabel im Einsatz, der Rest von den insgesamt 180 Kilometern Länge wird als Freileitung geplant und betrieben.

Projektsprecher Jonas Knoop, Amprion. © Foto: Thorsten Ohm © Foto: Thorsten Ohm

„Mit dem Beschluss der Bezirksregierung Münster haben wir einen wichtigen Meilenstein im Projekt erreicht“, sagt Jonas Knoop, Projektsprecher bei Amprion. „Im kommenden Jahr werden wir im Münsterland auf knapp 50 Kilometern zwischen Gescher und Wettringen sichtbar mit Baumaßnahmen unterwegs sein“, kündigt er an.

Größte Aufmerksamkeit in Legden

Die größte Aufmerksamkeit werde dabei sicherlich der Erdkabelbau in Legden bekommen. Mit einer riesigen Bohrmaschine wird dort in den kommenden Monaten ein Tunnel gebohrt, der zwei Kilometer lang ist und einen Innendurchmesser von drei Metern hat. In diesem werden anschließend die insgesamt zwölf Kabel befestigt.

Das ist eine Besonderheit, denn es sind Erdkabel und keine Hochspannungsleitungen mehr, die oberhalb der Erde verlaufen. Die zweite Besonderheit sei der zwei Kilometer lange Tunnel.

Jonas Knoop sagt dazu: „Während die offene Verlegebauweise mittlerweile schon fest zu unserem Werkzeugkasten dazugehört, bewegen wir uns beim Tunnelbau für Höchstspannungsleitungen auf Neuland. Daher freuen wir uns auf die wertvollen Erkenntnisse, die wir in den kommenden Wochen sammeln werden.“

Baumaßnahmen mit örtlichen Dienstleistern

Damit komme einiges an Bauarbeiten auf Legden zu. Und die Vorbereitungen laufen bereits. Der Tunnel wird zwar erst im Frühjahr gegraben, aber schon jetzt sollen die Zuwegearbeiten und das Herrichten der Baustellenflächen, sowie die Baustellenstraßen für die Materiallager errichtet werden.

Die Bauarbeiten werden nicht von Amprion selbst durchgeführt: „Wir machen das nicht selber, wir koordinieren das ganze Projekt und arbeiten mit örtlichen Dienstleistern zusammen, die die Baumaßnahmen dann durchführen“, so Jonas Knoop.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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