Rita Liesner hat eine Vorliebe für Rosen – und Blumen aller Art. Und sichtlich auch Freude an Aussehen und Duft der Königin der Blumen. © Anne Winter-Weckenbrock
Schöne Gärten

Fast jede Rose in Rita Liesners Blumenbeeten hat eine eigene Geschichte

Blumen allgemein faszinieren Rita Liesner, ganz besonders Rosen. So leuchten in ihren Beeten auch viele der „Königinnen der Blumen“. Und zu jeder kann die Legdenerin eine Geschichte erzählen.

„Draußen – das ist schon immer mein Ding gewesen“, sagt Rita Liesner und lacht. Und Blumen sind schon seit je her ihr Hobby: „Ich habe schon als Kind Stiefmütterchen gezüchtet.“ Kein Wunder, dass die Blumenbeete am Haus der Familie am Egelborger Feld zumeist mit selbst gezogenen Blumen bewachsen sind. Und auch vor der Königin der Blumen, der Rose, macht die Legdenerin nicht Halt.

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Sie hat rund 220 Quadratmeter für ihre Beete zur Verfügung. Viele Rosen sind zu sehen, die meisten gedeihen dieses Jahr prächtig. Rita Liesner hat Leidenschaft für Rosen entwickelt. Erst Recht, seit sie vor einigen Jahren erfolgreich selbst aus Trieben eines Rosenzweigs einen neuen Strauch gezogen hat. Nach 14 Tagen in der Glasvase hatte sie die feinen Triebe entdeckt und einfach mal eingetopft. Und nun freut sie sich über einen blühenden Strauch mit Geschichte – und viele weitere, die überall im Garten ihren Platz gefunden haben.

Fast jede Rose hat eine eigene Geschichte

Überhaupt: „Ich kann zu fast jedem Strauch eine Geschichte erzählen“. „Geli“ hat sie ihren ersten selbst gezogenen genannt, nach der Frau, von der sie die Rose mitgenommen hatte. Dann gibt es die beiden Sträucher, die sonst immer blühen, aber die in diesem Frühjahr zuviel Frost abbekommen haben. Die hat sie sich vom Haus ihres Opas mitgenommen, nachdem es abgebrannt war. „Ich habe mich erinnert, dass bei Opa gelbe Rosen wuchsen“, sagt sie.

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Rita Liesners Rosenparadies

Nun hat sie eine blühende Erinnerung im Beet. Und ein prächtig blühender pinker Rosenstrauch ist ein Abschiedsgeschenk von den Kollegen, ein anderer kleiner Strauch erinnert an den Helgoland-Urlaub: Von dort hatte sie sich ein paar Zweige zum Züchten mitgebracht,

Rosenerde und Rosendünger sind wichtig

Ganz neu sind zwei Pflanzen unten jeweils am Ende eines Bogens. Mal eben einpflanzen wäre zu einfach: „Da hat vorher eine andere Rose gestanden. Deswegen muss man dort den Boden einen halben Meter auskoffern“, erzählt sie. Die Grube hat sie mit Rosenerde aufgefüllt, und gedüngt werden die Neulinge auch sorgfältig. In zwei Jahren, schätzt Rita Liesner, ist der Bogen vollständig umrankt.

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Rita Liesner erklärt den Rosenschnitt

Auf der zweiten Terrasse, von der man einen schönen Blick in den bunten Garten hat, stehen drei dekorative Glasvasen mit je einer Rose. Das ist die „Kinderstation“, dort wachsen die Triebe. Ein paar Meter weiter stehen einige Blumentöpfe, aus denen grüne Mini-Sträuche wachsen: eindeutig Rosen. Auch ein großer Zweig steht dort im Wasser.

„Von Rosen bin ich einfach fasziniert“

Aus einem Strauch mit weißen Rosen, aus dem auf einmal eine Rote wuchs. „Ich versuche es einfach“, sagt die Legdenerin und lacht. Mal nach zwei Jahren, mal nach drei haben die ersten selbst gezogenen Rosen geblüht. Immer wieder ein Grund zur Freude und auch ein bisschen Stolz für Rita Liesner. „Von Rosen bin ich einfach fasziniert.“

Sieht nicht nur gut aus, sondern hat auch einen weiteren Zweck: Die drei Rosenzweige bilden Triebe aus, die Rita Liesner einpflanzt und so neue Rosenstöcke züchtet.
Sieht nicht nur gut aus, sondern hat auch einen weiteren Zweck: Die drei Rosenzweige bilden Triebe aus, die Rita Liesner einpflanzt und so neue Rosenstöcke züchtet. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Chemie kommt ihr nicht in den Garten: „Gespritzt wird nicht.“ Das regelt die Natur: Viele Vögel fühlen sich in Liesners Garten wohl und erhalten Nahrung frei Haus, und auch Ameisen dürfen sich im Rasen ansiedeln. Denn die fressen schließlich die Läuse, wie die 60-Jährige mit einem Blick unter eine Clematisblüte bestätigt: Da klettern Ameisen – von Läusen keine Spur. Und über Samen, die Vögel mitbringen, im Garten verteilen und für überraschenden Pflanzenwuchs sorgen, freut sie sich.

Rita Liesner hat verschiedene Rosentriebe eingetopft. Ein bis vier Jahre bleiben sie – je nach Wachstum – im Topf und immer draußen. Dann bekommen sie einen Platz in den Blumenbeeten.
Rita Liesner hat verschiedene Rosentriebe eingetopft. Ein bis vier Jahre bleiben sie – je nach Wachstum – im Topf und immer draußen. Dann bekommen sie einen Platz in den Blumenbeeten. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Auch der Pflaumenbaum ist nie befallen, was sie den Vögeln zuschreibt. Den Baum schneidet sie immer in einem Jahr zurück, im nächsten gibt es dann reiche Ernte. Der Baum hat übrigens auch eine Geschichte: Er war ein Setzling, den sie von ihrem Elternhaus mitgenommen hat.

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Anne Winter-Weckenbrock

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