Filial-Umzug in Randlage beschäftigt am Montagabend den Rat

Postweg

Die Verlegung der Postfiliale aus der Dorfmitte heraus in eine Randlage jenseits der Bundesstraße 474 heraus ärgert viele Legdener. Am Montag beschäftigt der Umzug nun die Politik. Der Schritt der Post AG sei „völlig inakzeptabel“, meint die UWG, die das Thema auf die Tagesordnung des Rates gebracht hat.

LEGDEN

, 05.09.2014, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Schriftzug ist noch da: In diesem Gebäude an der Hauptstraße war bis in die siebziger Jahre das Postamt untergebracht.

Der Schriftzug ist noch da: In diesem Gebäude an der Hauptstraße war bis in die siebziger Jahre das Postamt untergebracht.

Die Erfolgsaussichten einer Intervention der Gemeinde bei der Post AG scheinen aber nicht sehr groß zu sein. „Der neue Standort ist aus postalischer Sicht ein Juwel und aus unserer Sicht sehr kundenfreundlich“, erklärte gestern Postsprecher Rainer Ernzer auf Anfrage gegenüber der Münsterland Zeitung. Mit dem Auto sei die Filiale bestens erreichbar. Außerdem habe man an dem Standort Öffnungszeiten und Leistungen ausweiten können. Ernzer räumt aber ein, dass der Weg zu Fuß und mit dem Rollator schwer zu erreichen sei. „Vielen Legdenern wird der neue Standort gefallen. Es ist jedoch schwer, es jedem recht zu machen. Und die Alternativen in Legden waren rar gesät.“ Rückblick: Im 19. Jahrhundert war die Poststation mit Pferdeställen an der Kirchstraße untergebracht – dort wo vor fünf Jahren die Gaststätte „Zur alten Post“ abgerissen wurde. Um die Jahrhundertwende zog das „Kaiserliche Postamt“ zur Hauptstraße. In den 70er Jahren wechselte das Postamt zur Stiege, bis es im Zuge der Privatisierung in den 90er- Jahren geschlossen wurde. Als Ersatz wurde eine Filiale im Edeka-Markt am Fliegenmarkt eröffnet.

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