Firma Bogenstahl will weiter wachsen und braucht dafür Platz

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Die Baubranche boomt immer noch. Auch die Firma Bogenstahl will wachsen. Doch der Standort an der Neuen Mühle ist zu klein. Jetzt gibt es Erweiterungspläne.

Legden

, 19.11.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit die Firma Bogenstahl 1971 ins neue Gewerbegebiet Neue Mühle umzog, hat sich viel getan. Nur eines hat sich nicht entwickelt: die Fläche. Jetzt sind die Weichen für eine Betriebserweiterung gestellt.

Einstimmig befürworteten die Politiker sowohl im Bauausschuss als auch im Gemeinderat, den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan zu ändern, damit aus landwirtschaftlicher Fläche gewerbliche Baufläche werden kann. Alle Fraktionen begrüßten die Entwicklung und dass ein erfolgreiches Unternehmen weiter in Legden investiere.

Es gibt keine Alternative

Für Geschäftsführer Ulrich Bogenstahl gibt es nur eine Alternative zu einer Erweiterung. „Hätte es nicht geklappt, hätten wir einen anderen Standort suchen müssen“, sagt er auf Anfrage unserer Redaktion. „Wir müssen mit unserer wachsenden Mannschaft wachsen können.“ Die Pläne gibt es schon länger. Gerne hätte er bereits schon 2020 die Bauten abgeschlossen. Dann besteht die Firma Bogenstahl 100 Jahre.

Firma Bogenstahl will weiter wachsen und braucht dafür Platz

Ulrich Bogenstahl © Ronny von Wangenheim

Die Verhältnisse an der Halle auf dem jetzigen Gelände mit Lager und Werkstatt sind sehr beengt. Auf der neuen Fläche soll vor allem ein Lagerplatz entstehen. Baumaschinen oder Kräne könnten hier zwischen zwei Aufträgen gelagert werden, außerdem Schüttgüter. Für die Zukunft wäre aber auch eine Bebauung möglich.

Schulungsräume im erweiterten Bürogebäude

Außerdem soll das Bürogebäude erweitert und modernisiert werden, damit dort auch Schulungsräume entstehen können. Ulrich Bogenstahl: „In den 70er-Jahren wurde so etwas noch nicht angedacht.“

Rund 65 Mitarbeiter zählt die Bauunternehmung heute. „1986, als ich die Geschäftsführung übernahm, sind wir mit 15 Leuten neu durchgestartet“, erinnert sich Ulrich Bogenstahl. Das war nach einem Einbruch in der Baubranche, die auch an der Legdener Firma und der Mitarbeiterzahl nicht spurlos vorbeiging.

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1920 gründete Clemens Bogenstahl das Hoch- und Tiefbauunternehmen in Legden. Standort war für 50 Jahre der Mückenmarkt. Ein Schwerpunkt des Betriebs war der Baustoffhandel.

Erster Betrieb im neuen Gewerbegebiet

Sohn Hubert übernahm 1950 die Leitung des wachsenden Unternehmens. 1968 kaufte er aus privater Hand die Fläche an der Neuen Mühle und übersiedelte mit dem Unternehmen, abgesehen vom Baustoffhandel, aus dem Ort heraus. „Es war der erste Betrieb in dieser Ecke“, so Ulrich Bogenstahl.

Der Enkel des Firmengründers hat den Betrieb weiter entwickelt und an die aktuellen Erfordernisse angepasst. Hochsensible Altbausanierung, Regenwasserbehandlungsanlagen, Wirtschafts- und Industriebau sind Schwerpunkte.

Ehrenamtlich engagiert sich Ulrich Bogenstahl als stellvertretender Obermeister der Baugewerke-Innung Ahaus. Und mit Lukas Bogenstahl ist bereits die vierte Generation seit frühester Jugend in die Unternehmensleitung involviert.

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